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Jungfreisinnige attackieren Unia mit illegaler Plakataktion

Die Jungfreisinnigen bezeichnen den Chef der Gewerkschaft Unia öffentlich als Jobkiller. Die unbewilligten Plakate sind eine Antwort auf das umstrittene Unia-Video, für das Doris Fiala spätnachts geweckt wurde.

Im Abstimmungskampf gegen die FDP-Initiative «Der Kunde ist König» griff die Unia bereits zu unkonventionellen Mitteln: So klingelten Gewerkschafter und Verkäuferinnen die FDP-Nationalrätin Doris Fiala nach Mitternacht aus dem Bett und wollten sie vor laufender Kamera einkaufen lassen («Grüezi Frau Fiala»). Die Unia erntete für diese Aktion Kritik vonseiten der Liberalen.

Nun schlagen die Jungfreisinnigen zurück, wie die Pendlerzeitung «20 Minuten» in der aktuellen Ausgabe berichtet: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hängten sie von Samstag auf Sonntag 300 Plakate in der Zürcher Innenstadt auf. Darauf abgebildet ist Roman Burger, Geschäftsführer der Gewerkschaft Unia. Über ihm prangert in grossen Lettern die Bezeichnung «Jobkiller Roman Burger», immerhin haben die Jungfreisinnigen die Unterstellung mit einem Fragezeichen versehen.

«Gemeingefährlich»

JFDP-Präsident Alain Schreiner erklärt gegenüber «20 Minuten» die Aktion nicht weniger deutlich: Burger sei «gemeingefährlich», man müsse die Bevölkerung vor ihm warnen.

Den Beschuldigten lässt dies offenbar kalt, er sieht von einer Anzeige ab. Doch wenn der Polizei eines dieser Plakate in die Hände kommen sollte, könnte dies für die Jungfreisinnigen trotzdem Folgen haben: Dann drohen eine Verzeigung beim Stadtrichteramt und eine Busse von maximal 500 Franken.

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