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Juso reichen «Züri autofrei» ein

3700 Unterschriften haben die Zürcher Jungsozialisten für ihr Anliegen gesammelt.

Vorzeitig eingereicht: Aktivisten übergeben die Unterschriftenbögen.
Vorzeitig eingereicht: Aktivisten übergeben die Unterschriftenbögen.
PD

Eigentlich hätten die Juso Stadt Zürich noch einen Monat länger Zeit gehabt. Doch die Jungsozialisten konnten bereits am Dienstagnachmittag der Stadtschreiberin mehr als 3700 Unterschriften für die städtische Volksinitiative «Züri autofrei» übergeben, wie die Juso heute mitteilen. Nun werden die Unterschriften und die Gültigkeit der Initiative geprüft.

Ziel der Initiative ist es, den motorisierten Individualverkehr radikal zu reduzieren. Ganz frei von Autos würde die Stadt aber nicht: Der Verkehr «zur Versorgung der Bevölkerung und des Gewerbes, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Dienste und des öffentlichen Verkehrs sowie zur Gewährleistung der Mobilität» soll von einem Verbot ausgenommen werden, heisst es im Initiativtext. «Wir wollen eine Stadt für Menschen statt für Autos», meint dazu Nicola Siegrist, Co-Präsident der Stadtzürcher Juso, «eine Stadt mit Raum für nachhaltigen Verkehr und fürs Zusammenleben.» Die Juso versuchen nun, verschiedene Parteien und Organisatoren für ihr Anliegen zu gewinnen.

Einige Kreise sagten Ja

Eine gleichlautende Initiative beschäftigte Zürich bereits vor 20 Jahren. Anfang 1997 warf der Abstimmungskampf um «Züri autofrei» teils hohe Wellen. Die Volksinitiative verlangte eine Änderung der Gemeindeordnung mit dem Zweck, den Autoverkehr auf Stadtgebiet stark zu reduzieren. Lanciert hatte das Volksbegehren die aus dem Umkreis von Jungsozialisten und Grünen entstandene Gruppe «Züri autofrei!». Sie hatte davor bereits mit Strassensperren von sich reden gemacht. SP, Grüne und AL unterstützten die Initiative. Alle anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien und der Stadtrat lehnten sie ab.

Am 2. März 1997 lehnten die schliesslich Stimmberechtigten «Züri autofrei» mit 45'515 Nein gegen 27'929 Ja ab. Allerdings hatten nicht weniger als 38 Prozent der Stimmenden ein Ja in die Urne gelegt. Damit schnitt die Initiative besser ab als zuvor ähnliche Vorstösse in Luzern und St. Gallen. Die Kreise 1, 4 und 5 nahmen die Initiative gar an, während die klarste Abfuhr aus dem Kreis 12 kam.

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