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Kahlschlag im Zürcher Seefeld

87 Bäume müssen an der Bellerivestrasse gefällt werden – wegen einer dreijährigen Baustelle.

Baumaschinen brauchen Platz: Über 80 Bäume an der Bellerivestrasse werden wegen der Baustelle gefällt.
Baumaschinen brauchen Platz: Über 80 Bäume an der Bellerivestrasse werden wegen der Baustelle gefällt.
Doris Fanconi

Täglich verkehren 25'000 Fahrzeuge auf der Bellerivestrasse im Seefeld. Für die nächsten drei Jahre wird sie zur Baustelle. Diese gleiche einer Operation an einer Hauptschlagader, wird der zuständige Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) in einer Mitteilung von heute Donnerstag zitiert. Die Herausforderung sei, hier zu bauen, während der Verkehr weiter fliesse.

Das Tiefbauamt der Stadt Zürich zog deshalb neben der herkömmlichen Bauweise drei Varianten in Betracht, darunter eine intensive Variante, bei der der Verkehr auf der Bellerivestrasse bleibt, eine Variante mit einer Behelfsbrücke über den See und eine Variante mit der Umleitung über die Dufourstrasse.

Blick in die Zukunft: So soll die Bellerivestrasse nach der Baustelle wieder aussehen. Visualisierung: Stadt Zürich
Blick in die Zukunft: So soll die Bellerivestrasse nach der Baustelle wieder aussehen. Visualisierung: Stadt Zürich

Nun kommt die Variante mit der intensiven Bauweise und Kosten von rund 64 Millionen Franken zur Ausführung. Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre gegenüber sechs bis neun Jahren bei der herkömmlichen Bauweise mit kleinflächigen, sogenannten Inselbaustellen.

Platz für Baumaschinen

Zeitgleich zur Strassensanierung werden der Zugang zum See und der Hochwasserschutz verbessert. Ausserdem wird das Lehnenviadukt beim Bahnhof Tiefenbrunnen instand gestellt und für Velofahrende verbreitert.

Um Platz für Baumaschinen und Materialtransporte zu schaffen, müssen stadtauswärts 87 Bäume gefällt werden, die nach Abschluss der Bauarbeiten ersetzt werden. Leutenegger und weitere Stadtangestellte informieren heute Donnerstagabend Anwohner und Gewerbetreibende. Das Projekt wird ab Freitag während 30 Tagen öffentlich aufgelegt. Die Bauarbeiten beginnen frühestens 2019.

Baumfällaktion am General-Guisan-Quai

Wegen Pilzbefall: Bäume wurden am Seeufer Opfer der Verdichtung. Video: Tamedia

SDA

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