Zum Hauptinhalt springen

Kampf in den Badis

Wer am Wochenende einen Badeplatz auf sicher haben will, sucht sich diesen möglichst früh am Morgen.

Im Seebad Utoquai gibts nur ein Mittel gegen das Gedränge: Vor allen anderen da sein.
Im Seebad Utoquai gibts nur ein Mittel gegen das Gedränge: Vor allen anderen da sein.
Dominique Meienberg

Am Samstag herrscht wieder bestes Badewetter. Das dürfte die See- und Flussbäder in Zürich erneut an ihre Kapazitätsgrenzen bringen. Diese Woche wurde bereits der millionste Badigast gezählt: Die Millionengrenze wurde noch nie so früh geknackt wie in diesem Jahr.

Laut Daniela Eggs, Bereichsleiterin Badeanlagen beim städtischen Sportamt, stört sich die Mehrheit der Badibesucher nicht daran, dass sie enger zusammenrücken müssen. Durch die vielen Menschen, die sich in den Gewässern abkühlen wollen, bestehe auch kein Sicherheits-, höchstens ein «Wohlfühlrisiko»: «Es gibt sicher Leute, die nur kurz für die Abkühlung in die Badi gehen, aber wegen der Menschenmenge nicht länger dort verweilen.»

Eintrittsbeschränkungen wolle man den Anlagen nicht auferlegen. Einzelne Badis würden von sich aus beim Eingang darauf hinweisen, dass der Platz knapp ausfalle.

Einzelne Einlassstopps

So etwa im Seebad Enge, wo jeder Zentimeter mit Badetüchern belegt ist. Laut der Betriebsleitung dürfen ankommende Gäste ein Pfand bei der Kasse hinterlegen, um sich in der Badi umzuschauen und danach zu entscheiden, ob sie unter diesen Umständen bleiben oder lieber wieder gehen wollen. Wie eine Mitarbeiterin sagt, habe man in den vergangenen Jahren auch schon zu Einlassstopps greifen müssen: Erst wenn ein Besucher die Anlage verliess, durfte jemand aus der Warteschlange ins Bad.

Auch im Seebad Utoquai weist man die Gäste auf die knappen Platzverhältnisse hin. Wie viele Personen in die Badi kommen, kontrolliere man aber nicht, wie ein Mitarbeiter sagt. Und im Flussbad Unterer Letten kann sich der Bademeister vorstellen, dass man zeitweise niemanden mehr reinlässt – geplant sei das vorerst aber nicht.

Wer auf die Abkühlung dennoch nicht verzichten will, dem bleibt nur eines übrig: möglichst vor allen anderen am Morgen in die Badi zu eilen und die Ruhe vor dem Sturm zu geniessen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch