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Kampf ums Zürcher Stadtmuseum

Das Kulturprojekt «Zürich im Landesmuseum» kommt im Juni vors Volk. Schon jetzt zeichnet sich ein hartes Ringen ab. Die SVP kündigt eine Nein-Kampagne wie beim Nagelhaus mit der «Goldigen Schiissi» an.

Definiv museumsreif: Der lustige Hündeler, der im Februar 1963 über den gefrorenen Zürichsee spazierte. Foto: Photopress, Keystone
Definiv museumsreif: Der lustige Hündeler, der im Februar 1963 über den gefrorenen Zürichsee spazierte. Foto: Photopress, Keystone

Zürich – Als «begehbare App» hat es GLP-Gemeinderat Samuel Dubno spöttisch bezeichnet: das geplante Zürich-Museum, das der Stadtrat im August 2016 im Landesmuseum beim Hauptbahnhof eröffnen möchte. Dort soll eine «permanente, attraktive, multimediale Installation» entstehen, die auf rund 350 Quadratmetern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Raums Zürich darstellt und erläutert. Der Gemeinderat hatte den Objektkredit von 1,76 Millionen Franken sowie jährliche Betriebsbeiträge von 300 000 Franken kurz vor Weihnachten und am Schluss der 30-stündigen Budgetdebatte durchgewinkt. Doch SVP, AL und GLP fanden, die Stadt könne sich ein solches Orts­museum in der jetzigen angespannten Finanzlage nicht leisten – und ergriffen das Behördenreferendum. Dieses ist inzwischen rechtskräftig, wie Ratspräsidentin Dorothea Frei (SP) auf Anfrage erklärt. Ein Stimmrechtsrekurs ist nicht eingegangen, die Museumsvorlage soll am 14. Juni vors Volk kommen.

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