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Kanton bewilligt Einhausung Schwamendingen

Die Ummantelung der Autobahn im Kreis 12 ist eine Phase weiter: Die Baudirektion hat den Gestaltungsplan genehmigt, aber ohne billiges Wohnen.

Ruhe für das Quartier: Die Einhausung kostet 314 Millionen Franken. Nächstes Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen.
Ruhe für das Quartier: Die Einhausung kostet 314 Millionen Franken. Nächstes Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen.
Visualisierung: Agps.architecture/Rotzler Krebs Partner

Der öffentliche Gestaltungsplan «Ueberlandpark Zürich-Schwamendingen» liegt jetzt während 30 Tagen auf und kann beim Baurekursgericht angefochten werden. Er schafft die baurechtliche Voraussetzung für die 940 Meter lange Einhausung der Autobahn zwischen Schöneichtunnel und Verzweigung Aubrugg, wo täglich über 110'000 Fahrzeuge durchs Quartier fahren. Einhausung meint einen oberirdischen Tunnel, der 7 Meter hoch und 30 Meter breit ist. Neben den Wänden wird auch das Dach begrünt und mit Wegen und Bänken zum Park ausgebaut, mit mehreren Auf- und Abgängen. Etwa 20 Häuser müssen abgebrochen werden.

Im August 2016 setzte der Gemeinderat den Gestaltungsplan fest. Dieser regelt in 18 Teilgebieten detailliert die Bebauungsstrukturen neben der Einhausung, teilweise sind Hochhäuser bis 40 Meter möglich und höhere Ausnützungen bei Arealüberbauungen. Die rot-grüne Mehrheit packte auch das günstige Wohnen in die Gestaltungsplanvorschriften: Grundeigentümer erhalten einen Ausnützungsbonus von zehn Prozentpunkten, wenn sie in der Hälfte des damit gewonnenen Raums subventionierte Wohnungen erstellen.

Baudirektion streicht Vorschriften

Diese Vorschrift ist jetzt aber von der Baudirektion gestrichen worden, da sie weit über den gesetzlichen Rahmen des Planungs- und Baugesetzes hinausgeht. Auch bei der Vorschrift, ein Teil der Veloabstellplätze müsse gedeckt sein, sieht der Kanton keine gesetzliche Grundlage, ebenso bei der Formulierung, ein angemessener Anteil der Fassade müsse begrünt werden.

Neben einer weiteren sprachlichen Korrektur heisst die Baudirektion den Gestaltungsplan aber gut. Dies im Gegensatz zu den Grünen und Alternativen im Gemeinderat vor einem Jahr, die griffige Vorschriften für günstiges Wohnen vermissen und fürchten, die Einhausung der Autobahn führe zur Gentrifizierung des Quartiers.

Nächstes Jahr beginnen die Bauarbeiten

Die Einhausung wird vom Bund erstellt, da er die Hoheit über die Autobahnen hat. Sie kostet – ohne Sanierung des Schöneichtunnels – 314 Millionen Franken, woran die Stadt 58 Millionen und der Kanton 73 Millionen zahlt. Die Baubewilligung des Bundes liegt vor, nächstes Jahr beginnen die Bauarbeiten, 2024 sollte das Werk beendet sein – und Schwamendingen zur Ruhe kommen.

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