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«Keine Sozialwissenschaft hat sich so stark verändert wie die Ökonomie»

Wirtschaftsprofessor Ernst Fehr reagiert auf den Vorwurf von Zürcher Studenten, das Wirtschaftsstudium sei realitätsfern. Der Volkswirt verteidigt sein Fachgebiet, weist die Kritik aber nicht gänzlich zurück.

Professor Ernst Fehr am Institut für Volkswirtschaftslehre in Zürich: «Unsere Mittel sind im Vergleich zu anderen Spitzenfakultäten relativ bescheiden.» Foto: Reto Oeschger
Professor Ernst Fehr am Institut für Volkswirtschaftslehre in Zürich: «Unsere Mittel sind im Vergleich zu anderen Spitzenfakultäten relativ bescheiden.» Foto: Reto Oeschger

Studierende sagen, in der Wirtschaftswissenschaft herrsche eine Scheuklappenmentalität vor. Was sagen Sie dazu?

Eine solche pauschale Verurteilung wird der Sache nicht gerecht. Keine andere Sozialwissenschaft hat sich in den letzten 20 Jahren so stark verändert wie die Wirtschaftswissenschaften. Vor allem die immer wichtigere «Verhaltensökonomie» ist eng mit der Forschung in Psychologie, Soziologie und selbst in der Neurowissenschaft verknüpft. Gerade die Volkswirte an der Universität Zürich haben bei dieser Öffnung der Wirtschaftswissenschaften eine wichtige Rolle gespielt.

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