Zum Hauptinhalt springen

Keinen Parkplatz trotz Dauerkarte

Mehr Parkkarten, weniger Parkplätze: Für fast ein Drittel der Parkkarten-Inhaber hat es in Zürich gar keinen Platz in der blauen Zone. Die Situation hat sich verschärft.

Selten unbesetzt: Parkplätze in der Blauen Zone in der Stadt Zürich.
Selten unbesetzt: Parkplätze in der Blauen Zone in der Stadt Zürich.
(Archivbild TA)

Wer länger als 90 Minuten in der Blauen Zone parkieren will, braucht eine Dauer-Parkkarte. 43'591 Stück hat die Stadt Zürich letztes Jahr ausgestellt. Aber: Es gibt insgesamt nur 33'900 Parkplätze. Das bedeutet: Für 29 Prozent der Parkkarteninhaber hat es theoretisch gar keinen Parkplatz. Noch vor sieben Jahren lag die Überbelegung bei 19 Prozent.

Grund dafür ist laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» zum einen, dass Gewerbler massiv mehr Karten lösen. Letztes Jahr waren es über 7900 – das entspricht einer Zunahme von fast 80 Prozent in fünf Jahren. Die Anzahl Anwohner-Parkkarten liegt seit Jahren konstant bei rund 35'000.

Gleichzeitig hat auch die Anzahl Tagesbewilligungen stark zugenommen: 106'711 waren es letztes Jahr – fast doppelt so viele wie noch 2010. Ein Umstand, der ebenfalls nicht zu einer Entspannung der Situation beiträgt.

Viele unvermietete Privat-Parkplätze

Doch dann gibt es noch einen Grund: Während die Stadt mehr Parkbewilligungen erteilt, baut sie laufend Blaue-Zone-Parkplätze ab: 2014 und 2015 waren es insgesamt über 500. Der Abbau ist gewollt und in der Parkplatzverordnung festgehalten.

«Wir bauen Parkplätze in der Regel dann ab, wenn der Platz gebraucht wird, etwa für Zufahrten oder Massnahmen fürs Velo.» sagt Pio Sulzer, Sprecher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, in dem Bericht. Abgesehen davon herrscht in der Stadt Zürich nach wie vor ein Überangebot an unvermieteten Parkplätzen auf privatem Grund. Rund 10 Prozent standen gemäss einer Studie 2014 leer. Allerdings kosten diese deutlich mehr als eine Blaue-Zone-Karte, dafür hat man einen Platz auf sicher.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch