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Klima-Alarm im Musikzimmer

Schattenseiten der Minergie-Bauten: Die trockene Luft in den Unterrichtsräumen der Pädagogischen Hochschule Zürich schädige die Instrumente, sagt Klavierbauer Urs Röllin.

«Die Instrumente an der PH Zürich verstimmen sich überdurchschnittlich stark»: Klavierbauer Urs Röllin in seiner Werkstatt an der Rosenbergstrasse. Foto: Reto Oeschger
«Die Instrumente an der PH Zürich verstimmen sich überdurchschnittlich stark»: Klavierbauer Urs Röllin in seiner Werkstatt an der Rosenbergstrasse. Foto: Reto Oeschger

Ein halbes Jahr nach der Einweihung der neuen Pädagogischen Hochschule Zürich an der Europaallee leiden nicht nur Studierende und Dozierende körperlich unter einem schlechten Raumklima. Mittlerweile greift die trockene Luft auch die Musikinstrumente an.

Urs Röllin ist Klavierbauer und -stimmer. Seit fast zwanzig Jahren betreut er Instrumente für die PH Zürich mit viel Herzblut. Derzeit sind es 14 Flügel und 21 Klaviere. Jetzt muss er mit ansehen, wie sie im Minergie-Neubau «einem permanenten warmen und zu trockenen Föhn ausgesetzt sind». Röllin sagt: «Die Instrumente verstimmen sich überdurchschnittlich stark.» Die Wartung werde dadurch erschwert, was einen zusätzlichen Arbeitsaufwand zur Folge habe. Ohne sofortige Gegenmassnahmen trockne der Stimmstock aus, entstünden Resonanzbodenrisse, und auch das Gehäuse und die Mechanik würden leiden. Bereits seien erste Schäden zu verzeichnen.

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