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Kritik an Zürcher Anti-Terror-System

Die Stadtpolizei hat im Hinblick aufs Züri-Fäscht für eine Viertelmillion Franken mobile Strassensperren gekauft. Diese sind laut einem Sicherheitsexperten aber zu schwach.

Diese neu entwickelte mobile Strassensperre hat die Zürcher Stadtpolizei gekauft. Bild: PD
Diese neu entwickelte mobile Strassensperre hat die Zürcher Stadtpolizei gekauft. Bild: PD

Die Stadtpolizei Zürich wird für ihre Beschaffung einer Strassensperre gegen Terroranschläge mit LKW kritisiert. Laut «NZZ» bemängelt der Experte ChristianSchneider unter anderem, dass das gekaufte Modell, das am Züri-Fäscht erstmals zum Einsatz kommen soll, nicht genügen könnte, um einen schweren Lastwagen aufzuhalten. Schneider ist Mitgründer einer Gruppe von Fachleuten, die sich nach dem LKW-Anschlag von Berlin gebildet hat.

Das Zürcher System kann demnach eine Aufprallenergie von 750 Kilojoule auffangen, was einem 7,5-Tonnen-Gefährt mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h entspricht. Auf manchen Zufahrten zum Sechseläutenplatz könne ein allfälliger Täter aber deutlich schneller fahren. Zudem sei der verwendete Lastwagen bei den LKW-Anschlägen in Nizza und Berlin deutlich schwerer gewesen.

Hersteller verweist auf Testresultat

Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi sagt gegenüber der NZZ, dass die beschaffte Sperre in Kombination mit anderen Sicherheitsmassnahmen eingesetzt werde. So werde zum Beispiel auf der Rämistrasse der Verkehr Richtung Festgelände verlangsamt. Die Hersteller verweisen zudem darauf, dass das System in einem Test einen Spitzenwert erreicht habe: Ein 7,2-Tonnen-Lastwagen sei nach 6,6 Metern gestoppt gewesen.

Die Polizei vergab den Auftrag für das Sicherheitssystem über 250’000 Franken direkt an eine lokale Firma, nachdem in einem Ausschreibungsverfahren keiner der Anbieter alle Anforderungen hatte erfüllen können. Dieses Vorgehen ist laut Cortesi in einem solchen Fall zulässig.

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