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Kunigunde, Hanf-Ueli und Co. wollen Ledergerbers Sitz

Der Job des Zürcher Stadtpräsidenten ist heiss begehrt. Nicht nur bei Politikern. Auch Aussenseiter und Parteilose wollen Ledergerbers Nachfolger werden.

Maria Rodriguez

Francesco Sessa, ehemaliger Fussballer bei GC und beim FC Wohlen, arbeitet heute als Immobilienmakler. Wer weiss wie lange noch. Den Sprung vom Immobilienbüro ins Zürcher Stadthaus kann er sich sehr gut vorstellen: «Ja, das ist die Idee. Bevor ich das definitiv durchziehe, warte ich auf Feedback. Natürlich bräuchte ich auch Hilfe bei einer Wahl.» Der politisch Unerfahrene würde sich gemäss «Blick» dafür einsetzen, dass man an VBZ-Automaten mit Noten bezahlen könne.

Auch Hans Ulrich Flückiger, bekannt als «Hanf-Ueli», möchte Ledergerbers Job. Bekannt als Kämpfer für die Cannabis-Liberalisierung würde sich der Sozialhilfeempfänger bei einer Wahl vor allem für die sozial Benachteiligten einsetzen. Aber auch Zürichs Erscheinungsbild liegt «Hanf-Ueli» am Herzen: «Ich würde einen Teil der Architekten und Ingenieure der Stadt Zürich den Garaus machen. Was die mit unseren Steuergeldern machen, ist ein Hohn. Das Bellevue zum Beispiel ist seit Jahren eine Baustelle.»

Dauerkandidaten sind natürlich auch dabei

Bei der Stadtkanzlei haben aber auch noch andere, nicht unbekannte Aussenseiter angeklopft: Für das ehemalige Fotomodell Kunigunde Grätzer-Karner wäre es bereits die fünfte Kandidatur. Und Marian Danowski, der Dauerkandidat für alle möglichen politischen Ämter ist ebenfalls am Start: «Es melden sich wie jedes Mal auch Kandidaten, die keiner Partei und Gruppierung angehören. Diese müssen sich öffentlich bekannt machen, damit wir sie erfassen und sie als offizielle Kandidaten gelten lassen können», sagt Beat Gähwiler, Leiter Abstimmungen und Wahlen bei der Stadtkanzlei.

Die Liste der «Paradiesvögel» dürfte in den kommenden Wochen länger werden. Jeder Stimmberechtigte der Stadt Zürich darf kandidieren. Die Ersatzwahl für das Amt des Stadtpräsidenten findet voraussichtlich am 8. Februar 2009 statt.

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