Kuriose Massnahme soll 8er-Tram pünktlicher machen

Beim Escher-Wyss-Platz gibt es eine neue Markierung für Tramchauffeure, die ihnen einen «Boxenstopp» erlaubt.

Nur eine temporäre Lösung: Tramchauffeure können am Escher-Wyss-Platz einen «Boxenstopp» einlegen.

Nur eine temporäre Lösung: Tramchauffeure können am Escher-Wyss-Platz einen «Boxenstopp» einlegen. Bild: Keystone

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Boxenstopp der besonderen Art auf einer Stadtzürcher Tramlinie: Eine grosse, gelbe Markierung «Boxen-Stopp» zwischen den Tramschienen signalisiert Chauffeuren Möglichkeiten für einen kurzen Stopp. Beispielsweise für Pinkel- oder Zigarettenpausen.

Die Chauffeure können ihren Stopp in der Umgebung des Escher-Wyss-Platzes bei der VBZ-Leitstelle per Funk anmelden. Daraufhin kommt eine Ablösung zur Markierung «Boxen-Stopp». Dieser Ersatzchauffeur fährt dann zur Wendeschlaufe Hardturm und wieder zurück. Während dieser kurzen Zeit kann der Hauptchauffeur Pause machen.

Das Kernproblem muss gelöst werden

Eine VBZ-Sprecherin bestätigte gegenüber Keystone-SDA einen Bericht der Quartierzeitung «Zürich West» vom Donnerstag. Demnach handelt es sich beim Boxenstopp um eine temporäre Massnahme: Weil es auf der Linie des Trams 8 oftmals zu Verspätungen kommt, müssen die Fahrer die verlorene Zeit aufholen, indem sie eine vorgesehene Schlaufe nicht fahren. Dadurch bleibt ihnen aber keine Zeit für Pausen. Mit dem Boxenstopp wird deshalb in einem anderen Teil der Strecke eine Pausenmöglichkeit eingerichtet.

Die Sprecherin betonte, dass diese Möglichkeit nicht nur für Pinkelpausen genutzt werden könne, sondern auch, um sich kurz die Füsse zu vertreten, da gerade das Fahren in den Verkehrsspitzen anstrengend sei. Eine Dauerlösung sei der Boxenstopp aber nicht. Derzeit sind Massnahmen in Arbeit, welche das Problem der Verspätungen und damit den Kern der Problematik beseitigen sollen.


Video: Mit dem 8er über die Hardbrücke

Seit vergangenem Dezember fährt der 8er über das Gleisfeld. Video: Tamedia

(sda)

Erstellt: 13.09.2018, 14:31 Uhr

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