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Labor für die Zukunft einer Gesellschaft

Ein Plädoyer für das geplante Zürcher Jugendliteraturlabor Strauhof.

Was diese Jugendlichen erlebt haben und erleben, ist dramatisch, erschütternd, brutal. Da ist zum ­Beispiel B., hoch talentiert, hart­näckig und ­dafür soeben belohnt mit einem Aufgebot in die U-16-Fussballnati. Zu Hause hingegen kümmert er sich um seinen neunjährigen Bruder, die Mutter ist schwer krank und der Vater ­woanders. Den Lehrlingsvertrag, von seinem Fussballclub in Absprache mit der Firma dem Jungen auf den Leib ­geschneidert, vermasselt B., weil er im Gespräch keine Ahnung hat, was die Firma herstellt. Warum – das weiss auch sein Lehrer nicht, B. sei zu ­niedergeschlagen, um darüber zu sprechen.

Da ist G., eine kleine, schmale, energiegeladene Person, die ihre Traumlehrstelle gefunden hat als Malerin. Der Vater sagt ihr ins Gesicht, das werde sie nie im Leben schaffen, und überhaupt, was das für ein Beruf sei; wenn sie die Lehrstelle wirklich antrete, wolle er mit ihr nichts mehr zu tun haben.

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