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Letzigrund: Baufirma muss zahlen

Seit fast zehn Jahren streiten sich Zürich und Implenia um die Abrechnung für das Stadion Letzigrund. Nun hat die Stadt einen weiteren Teilsieg errungen.

Schutz vor einstürzenden Neubauten: 2010 versperrten Stützpfeiler die Sicht aufs Spielfeld. Sie sollten verhindern, dass das Dach einstürzt.
Schutz vor einstürzenden Neubauten: 2010 versperrten Stützpfeiler die Sicht aufs Spielfeld. Sie sollten verhindern, dass das Dach einstürzt.
Keystone

Das Obergericht hat eine Klage der Baufirma Implenia abgewiesen, mit der sie von der Stadt 1,9 Millionen Franken verlangte. Diese Kosten seien entstanden, so die Firma, weil sie die von der Stadt behaupteten Mängelrügen habe prüfen müssen.

Unter anderem wurde die Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit der Stahldachs in Frage gestellt. Implenia musste in der Folge 31 Stützpfeiler aufbauen. Wäre die Firma sicher gewesen, ein mängelfreies Werk abgeliefert zu haben, hätte sie gar nichts prüfen müssen, urteilte das Obergericht.

Implenia unterlag schon im Herbst

Die Implenia ist bereits im Herbst in einem anderen Verfahren unterlegen. Dabei ging es um eine Pauschale für den Bau des Stadions von 96,6 Millionen Franken, welche die Firma mit der Stadt vereinbart hatte. Die Schlussrechnung wies aber 119,5 Millionen Franken aus. Dies sei so, weil die Stadt die Pläne immer wieder geändert habe, hiess es von Seiten der Baufirma. Die Gerichte fanden aber, Implenia könne die Kosten nicht überwälzen.

Mit dem aktuellen Urteil sind noch nicht alle Verfahren zum Letzigrund Stadion abgeschlossen. So fordert Implenia die Gewährleistungsgarantie zurück, welche die Stadt beansprucht hat. Es geht dabei um 12 Millionen Franken. Der Fall liegt derzeit beim Bezirksgericht.

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