Letzter der verhafteten Klima-Aktivisten ist frei

Der Klimaaktivist, der in Untersuchungshaft war, ist wieder auf freiem Fuss. Er war 23 Tage im Hungerstreik.

Klima-Aktivisten besetzten am 8. Juli die Eingänge zweier Grossbanken in Zürich und Basel. Video: 20 Minuten, Leser-Reporter

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23 Tage nach den Klima-Protesten in Zürich und Basel ist der letzte verhaftete Klimaaktivist wieder auf freiem Fuss. Er wurde am 31. Juli nach 23 Tagen Hungerstreik aus der Untersuchungshaft entlassen, schreibt die Bewegung «Collective Climate Justice» am Freitag in einer Mitteilung. Er habe drei weitere Wochen in U-Haft verbracht, weil er von seinem Recht Gebrauch gemacht habe, jegliche Kooperation zu verweigern.

Bei diversen Befragungen habe er aus Protest gegen das Vorgehen der Staatsanwaltschaft keinerlei Angaben gemacht – auch nicht zu seiner Person. «Mein Werkzeug bin allein ich und mein Körper, mehr habe ich nicht», wird der Klimaaktivist in der Mitteilung zitiert. Der Hungerstreik sei nicht ganz spurlos an ihm vorbeigegangen, heisst es weiter.

Verfahren noch nicht abgeschlossen

Die Staatsanwaltschaft Zürich bestätigt die Freilassung auf Anfrage. Das Verfahren sei pendent. «Gegen die Person besteht nach wie vor der dringende Verdacht, sich unter anderem der Nötigung strafbar gemacht zu haben», sagt Sprecher Erich Wenzinger. Die Entlassung sei vor dem Hintergrund erfolgt, wonach die Dauer der U-Haft diejenige der zu erwartenden Strafe nicht übersteigen darf. «Die Ermittlungen zur Feststellung der Identität der Person gehen weiter.»

Klimaaktivisten haben am 8. Juli die Eingänge der Hauptsitze der Grossbanken Credit Suisse in Zürich und UBS in Basel besetzt. Die Polizei hat in Zürich daraufhin 64 Personen verhaftet. Mit Ausnahme von zwei Aktivisten waren sie nach spätestens zwei Tagen wieder auf freiem Fuss. Für zwei Personen wurde Untersuchungshaft beantragt.


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Erstellt: 02.08.2019, 08:06 Uhr

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