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Lieber zum Briefkasten statt zur Urne

Überdurchschnittlich viele Zürcherinnen und Zürcher haben ihre Stimme bereits brieflich abgegeben. Heute ist die letzte Gelegenheit, um noch rechtzeitig per Post zu wählen.

Lieber zu einem der 450 Briefkästen von Zürich statt an die Urne: Von der im Jahr 1994 eingeführten Möglichkeit der brieflichen Stimmabgabe machten in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt jeweils rund 83 Prozent der Zürcher Stimmberechtigten Gebrauch.
Lieber zu einem der 450 Briefkästen von Zürich statt an die Urne: Von der im Jahr 1994 eingeführten Möglichkeit der brieflichen Stimmabgabe machten in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt jeweils rund 83 Prozent der Zürcher Stimmberechtigten Gebrauch.
Gaetan Bally, Keystone

Am kommenden Sonntag finden neben Abstimmungen Erneuerungswahlen des Zürcher Gemeinde- und Stadtrats statt. Schon heute steht fest, dass eine rekordhohe Zahl der rund 230'00 Stadtzürcher Stimmberechtigten den Briefkasten der Urne vorziehen: 30,8 Prozent haben bis heute brieflich abgestimmt und gewählt.

Die überdurchschnittlich hohe Stimmbeteiligung per Post hänge mit den eidgenössischen Abstimmungen zusammen, die zum gleichen Zeitpunkt stattfinden, sagt Christina Stücheli, Mediensprecherin der Zürcher Stadtkanzlei und des Stadtrats. «Dieses Mal dürfte die No-Billag-Initiative zu dieser starken Mobilisierung geführt haben. Bei den letzten Wahlen fand gleichzeitig die Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative statt. Die Wahlbeteiligung lag damals bei über 40 Prozent.»

Ohne Unterschrift keine Stimme

Heute Dienstag ist der letztmögliche Termin, um brieflich abzustimmen. «Die Stimmberechtigten müssen dabei sicherstellen, dass der Briefkasten, in den sie das Couvert einwerfen, heute noch geleert wird», sagt Stücheli. Und: Dass sie den Stimmrechtsausweis wie im kantonalen Gesetz vorgeschrieben an der richtigen Stelle unterzeichnen.

Ihn nicht zu unterschreiben, sei der schlimmste Fehler, den man bei der brieflichen Stimmabgabe machen könne. «In einem solchen Fall hat man ungültig eingelegt, und die Stimme kann nicht gezählt werden. Nach wie vor passiert dieser Fehler jedes Mal mehreren Hundert Stimmberechtigten. Wir legen deshalb etwa alle 1½ Jahre einen separaten Zettel bei, der auf die notwendige Unterschrift noch zusätzlich aufmerksam macht», sagt Stücheli. Sind die Stimmzettel nicht im dafür vorgesehenen Couvert eingesteckt und verschlossen, mache das hingegen nichts aus.

Wer es nicht mehr rechtzeitig zum Briefkasten schafft, kann die Stimme in einem der Stimmlokale der Stadt abgeben. Am Sonntag ist pro Wahlkreis mindestens ein Lokal offen. Wo sich dieses befindet, steht auf dem Stimmrechtsausweis oder kann online ermittelt werden. Das Stimmlokal am Hauptbahnhof können alle Zürcher Stimmberechtigten unabhängig von ihrem Wahlkreis nutzen. Es ist bereits am Samstag offen, schliesst allerdings am Sonntag bereits um 10 Uhr.

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