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Lifestyle-Daten für das Gemeinwohl

ETH-Professor Ernst Hafen stört es, dass Grosskonzerne medizinische Patientendaten vermarkten. Sein Gegenprojekt: eine Plattform, auf der sich Patienten und Forscher vernetzen. Den Anfang machen Übergewichtige.

Susanne Anderegg

Die Idee hatte Ernst Hafen an Weihnachten 2008. Der Professor am ETH-Institut für molekulare Systembiologie machte seiner Frau und seinen Kindern ein ungewöhnliches Geschenk: Er zahlte der ganzen Familie eine Erbgutanalyse, sich selber inbegriffen. Die US-Firma, welche diese Analysen per Internet auf der ganzen Welt anbietet, erzielt Riesengewinne, indem sie die Daten an Pharmafirmen verkauft. Hafen fand das stossend. Er sagte sich: Eigentlich sollten die Datenspender den Profit haben.

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