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Linke Zeitung braucht recht viel Geld

Das «P.S.» hat einmal mehr einen Hilferuf gestartet: Der Wochenzeitung fehlen 300'000 Franken und 300 Abonnenten. Ein runder Geburtstag ist in Gefahr.

sda/pu
«Ich müsste fast sagen, dass einige Bürgerliche bei uns schon fast lieber inserieren als Linke», schreibt Chefredaktorin Min Li Marti, hier bei der Übergabe der Zeitung 2014 mit dem früheren Chef Koni Loepfe.
«Ich müsste fast sagen, dass einige Bürgerliche bei uns schon fast lieber inserieren als Linke», schreibt Chefredaktorin Min Li Marti, hier bei der Übergabe der Zeitung 2014 mit dem früheren Chef Koni Loepfe.
Reto Oeschger

Bereits letzten Sommer hätten sich die Schwierigkeiten abgezeichnet, schreibt Chefredaktorin Min Li Marti in der Ausgabe von heute Freitag. Sie habe noch gehofft, dass viele Inserate für den Gemeinderats- und Stadtratswahlkampf hereinkämen. Doch mittlerweile sei klar: Es reicht nicht.

Viele - gerade auch linke - Abstimmungs- und Wahlkampagnen würden heute lieber in Gratiszeitungen inserieren, kritisiert Marti, die auch SP-Nationalrätin ist. Über die Berichterstattung werde darauf aber geschimpft. Bürgerliche inserierten schon fast lieber im «P.S.» als Linke, so Marti weiter.

Nicht der erste Hilferuf

Mit dem Spendenaufruf will das «P.S.» nun 300'000 Franken sammeln und 300 neue Abonnenten gewinnen. Es ist nicht das erste Mal, dass das kleine Blatt zu dieser Massnahme greift.

Im Jahr 2012 musste das «P.S.» ebenfalls um Hilfe bitten. Damals kamen fast 95'000 Franken zusammen. Ein früherer Hilferuf aus dem Jahr 2004 - unter dem Titel «Dörfs es bitzeli meh si?» - brachte innerhalb weniger Wochen 50'000 Franken.

Die Zeitung wurde 1999 gegründet und hat ihre Wurzeln in der Tradition der linken und sozialdemokratischen Presse. Gelesen wird sie in erster Linie von Sympathisanten und Mitgliedern der SP und der Grünen.

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