Zürcher Luxusvilla am See steht zum Verkauf

19 Zimmer auf fünf Etagen, privater Seeanstoss und das in der Stadt: Ein Glamourpaar will die Villa Mooser verkaufen. Wegen des Cassiopeiastegs?

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«Grandezza am Zürichsee»: So übertitelt ein Makler im Internet das Inserat für eine «aussergewöhnliche, denkmalgeschützte Liegenschaft». «Mit 2300 Quadratmetern Fläche das grösste von gerade vier privaten Grundstücken im Stadtgebiet von Zürich, die über einen eigenen Seeanstoss verfügen», heisst es weiter.

Doch die 85 Meter privater Seeanstoss mit eigenem Bootsanleger sind nicht alles. Die Villa aus dem Jahr 1912 enthält auf fünf Etagen 19 Räume, verteilt auf 800 Quadratmetern. Den Preis gibts nur auf Anfrage.

250'000 Franken im Jahr

Beim Haus handelt es sich um die Villa Mooser unweit der Roten Fabrik in Wollishofen. Die Zahnärztin Haleh Abivardi (Swiss Smile Zahnarztpraxen) und Investmentbanker Peter Frank Brönner hatten das Anwesen 2008 der Stadt für 3,2 Millionen Franken im Baurecht abgekauft. Sie leben dort mit ihren vier Kindern.

Der Baurechtsvertrag läuft über 60 Jahre mit einer Option für weitere 30 Jahre. Das Paar bezahlt einen jährlichen Baurechtszins von einer Viertelmillion Franken. Der Gemeinderat hatte dem Verkauf und dem Vertrag 2009 zugestimmt.

Diesen Vertrag müsste ein Käufer zu denselben Konditionen übernehmen, die Stadt müsste einverstanden sein. Punkto Verkaufspreis können Abivardi und Brönner jedoch so viel verlangen, wie sie wollen.

Lärm- und Steg-Streit

Warum die Eigentümer das Haus loswerden wollen, ist nicht bekannt. Abivardi war nicht erreichbar. Fakt ist: Die Villa Mooser und die zwei benachbarten Villen liegen zwischen der Badi Wollishofen und der Roten Fabrik. Vor allem letztere wird von Anwohnern aus diesem Gebiet seit einiger Zeit mit Lärmklagen eingedeckt.

Aber auch der Cassiopeiasteg ist Anwohnern ein Dorn im Auge. Zweimal gingen sie deswegen bis vor Bundesgericht – vergeblich. In der Villa Mooser wohnte bis 2008 der damalige Schauspielhaus-Intendant Matthias Hartmann.

(Übernommen von «20min.ch», bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.08.2016, 09:41 Uhr

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