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Er setzt sich gegen vier Mädchen durch: Schützenkönig Noah Affolter

Am Zürcher Knabenschiessen hat ein 16-Jähriger aus dem Zürcher Oberland die Schützenkrone geholt – ganz knapp vor der weiblichen Konkurrenz.

«Einfach schiessen wie gewohnt»: Schützenkönig Noah Affolter im Siegerintervew. Video: Tamedia

Am Ende waren noch fünf Jugendliche im Rennen: Emilie Ammann aus Zürich, Sarina Baumann aus Dällikon, Vanessa Frommenwiler aus Winkel, Alina Rüegg aus Agasul und – als einziger Junge – Noah Affolter aus Wernetshausen. Dieser hat sich mit einem knappen Vorsprung im Ausstich durchgesetzt. Der 16-jährige Zürcher Oberländer schoss im Ausstich 31 Punkte. Die Mädchen kamen auf 30 (Ammann, Baumann) beziehungsweise 29 Punkte (Frommenwiler, Rüegg).

Noah Affolter ist im zweiten Lehrjahr als Polymechaniker. Geübt hat er im Schützenverein, dem er vor zwei Jahren beigetreten ist. Was er mit dem Preisgeld von 5000 Franken anstellen wird, weiss er noch nicht. Jedenfalls freut er sich auf den Flug mit dem Super-Puma-Helikopter der Armee. Der Trip gehört auch zum Preis.

«Kopf abschalten, Zeit nehmen zum Zielen»

Für die künftigen Teilnehmenden am Knabenschiessen hat Affolter einen Tipp, wie er zu Redaktion Tamedia sagt: «Kopf abschalten, Zeit nehmen zum Zielen.» Noah Affolter beteiligte sich erst zum zweiten Mal am Knabenschiessen. Nächstes Jahr darf er altershalber nicht mehr mittun. Er war der einzige Lehrling im Ausstich, die vier Mädchen sind Gymnasiastinnen.

Spannender Ausstich 2018:

Das ist der Schützenkönig 2018: Noah Affolter aus Wernetshausen bei Hinwil.
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Sabina Bobst
Das ist der Schützenkönig 2018: Noah Affolter aus Wernetshausen bei Hinwil nimmt Gratulationen entgegen.
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Sabina Bobst
Jetzt darf der neue Schützenkönig feiern.
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Sabina Bobst
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4068 Jugendliche hatten über das Wochenende und am heutigen Montag am Knabenschiessen in Zürich teilgenommen. Das Punktemaximum von 35 Punkten erreichte niemand. Die fünf Finalisten hatten sich mit 34 Punkten für den Ausstich qualifiziert. 28 Teilnehmende haben 33 Punkte erreicht, davon sieben Mädchen.

Der 16-jährige Affolter sorgt dafür, dass zum dritten Mal hintereinander ein Knabe obsiegte. Davor hatten zweimal ein Mädchen gewonnen.

Es winken Ruhm und 5000 Franken

Die Schützenkönigin oder der Schützenkönig erhält nebst einer in Gold gefassten Medaille 5000 Franken auf ein Konto. Zudem wird er oder sie zusammen mit zehn ausgelosten Teilnehmenden von der Armee zu einem Flug mit dem Super-Puma eingeladen.

Am Knabenschiessen können Mädchen und Knaben im Alter von 13 bis 17 Jahren teilnehmen, die im Kanton Zürich wohnen oder in die Schule gehen. Am diesjährigen Wettbewerb nehmen auch Jugendliche aus dem Gastkanton Tessin teil.

46 Meter über Zürich: Bilder zum Knabenschiessen 2018:

Bei den Jungen gerät Calypso irgendwann aus der Mode. Bei Eltern und Kindern nie, wie man am diesjährigen Knabenschiessen sieht.
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Sabina Bobst
Mehr als ein Schiesswettbewerb: Bis zu 800'000 Besucher kommen jährlich an die grösste Chilbi der Schweiz. (8. September 2018)
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Sabina Bobst
Erleuchtet: Besucher amüsieren sich auf den Autoscootern. (8. September 2018)
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Sabina Bobst
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Das Knabenschiessen gilt als ältestes Volksfest in der Stadt Zürich. Seine Wurzeln reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. In Akten aus dem Jahr 1656 ist von einem «Knaben Schiesset» als Abschluss eines mehrwöchigen Drillkurses die Rede. Der Anlass hielt sich über die Jahrhunderte hinweg an wechselnden Schauplätzen. Seit 1899 wird das Knabenschiessen von der Schützengesellschaft der Stadt Zürich im Albisgüetli organisiert.

Seit 1991 sind auch Mädchen zum Schiessen zugelassen – seither konnten sich sechs Königinnen in die Siegerliste eintragen – letztmals Maria Grieser aus Meilen im Jahr 2015. Im Folgejahr gewann mit dem Stadtzürcher Niel Geiger ein Junge vor drei Mädchen. Im letzten Jahr obsiegte Jakob Marten aus Auslikon.

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