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Mann ruft «Allahu Akbar» auf dem Schulhof

Eltern in Zürich-Affoltern sind besorgt, weil ein Muslim auf dem Schulhof ihre Kinder verängstigt. Die Schulleitung hat noch keine Anzeige eingereicht.

Die Tagesschule Schauenberg in Zürich-Affoltern. Bild: Stadt Zürich
Die Tagesschule Schauenberg in Zürich-Affoltern. Bild: Stadt Zürich

Ein Mann stand am letzten Donnerstag auf dem Pausenplatz der Tagesschule Schauenberg, zog sein T-Shirt aus und schrie «Allahu Akbar» und «Allah wird sein Licht vollenden». Gemäss «20 Minuten» hat das bei den Eltern der Schulkinder für Aufregung gesorgt. Sie berichten beruhend auf Aussagen der Kinder, dass der Mann bei seiner Verhaftung damit gedroht habe, zurückzukehren und alle zu töten. Die Schulleitung bestätigt, dass es am vergangenen Donnerstag zu einem Vorfall auf dem Schulhof gekommen sei. Zu den Todesdrohungen sagt die Schulleitung nichts.

In psychiatrische Anstalt eingeliefert

Der Mann wurde nach der Verhaftung in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert, er konnte diese mittlerweile wieder verlassen. Gegenüber «20 Minuten» bestätigte er, auf dem Schulhof herumgeschrien zu haben. Kinder aber habe er keine angegriffen.

Die Schule reagierte mit einem Schreiben an die Eltern, worin sie bestätigt, dass sich ein «verwirrter Mann» auf dem Schulareal befunden habe. Lehr- und Betreuungspersonen hätten die Polizei gerufen. Kinder, die nun auf Unterstützung angewiesen seien, könnten sich beim Schulpsychologischen Dienst melden. Eine Anzeige hat die Schule bisher noch nicht eingereicht. Die Schulleiterin Ruth Bellis sagt: «Eine Anzeige wird unter Umständen nach Rücksprache mit der Polizei noch erfolgen.»

Kritik an der Schulleitung

Laut einem Familienmitglied handelt es sich bei dem aus Tunesien stammenden Mann um einen strenggläubigen Muslim.

Die Eltern üben nun Kritik an der Schulleitung. Ihrer Meinung nach unternehmen die Verantwortlichen zu wenig gegen den Mann. Sie seien besorgt, weil der Mann nun wieder auf freiem Fuss sei. Da noch keine Anzeige gegen den Mann eingegangen sei, ermittle die Stadtpolizei derzeit nicht in dem Fall. Laut dem Mediensprecher beim Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich, Marc Caprez, hat die Schule in allen Belangen richtig gehandelt. (dsa)

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