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Manor zieht in den Zürcher Hauptbahnhof

Ende Januar ist Schluss mit dem Warenhaus an der Bahnhofstrasse. Für Onlinekunden gibt es aber bald ein neues Angebot.

Nur noch bis am 31. Januar geöffnet: Das Manor-Warenhaus an der Bahnhofstrasse. Foto: Keystone
Nur noch bis am 31. Januar geöffnet: Das Manor-Warenhaus an der Bahnhofstrasse. Foto: Keystone

Im Februar eröffnet Manor eine neue Abhol- und Rücknahmestation für ihre Onlinekunden im Zürcher Hauptbahnhof. Mit dem sogenannten Click-&-Collect-System will das Warenhaus zumindest für seine Onlinekunden eine Alternative anbieten können, sobald ihr Flagship-Store an der Bahnhofstrasse Ende Januar schliesst, heisst es in einer Mitteilung. Der Shop werde 60 Quadratmeter klein, befindet sich im Untergeschoss des Bahnhofs (Passage Löwenstrasse) und ist 365 Tage im Jahr geöffnet.

Mit dem neuen Angebot im Hauptbahnhof endet die Suche nach einem neuen Standort allerdings nicht. Manor ist seit längerem auf der Suche nach einer Liegenschaft für ein neues Warenhaus. Bislang wurde man nicht fündig. Die Ansprüche, die Manor stellt, sind hoch – insbesondere an die Kundenfrequenzen. Standorte wie die ehemalige Fraumünsterpost oder die Europaallee beispielsweise kommen für Manor nicht infrage. Wiederholt brachten Branchenkenner und Medien den Standort Bellevue ins Spiel. Dort saniert die Immobilienbesitzerin PSP Swiss Property jenes Haus, in dem Globus noch bis 2022 wirtschaftet. Wer danach dort einzieht, ist noch unklar.

Weniger Shopping, mehr Büros

Dass Manor von der Bahnhofstrasse wegziehen muss, ist seit vergangenem September definitiv. Damals gab das Unternehmen bekannt, den jahrelangen Rechtsstreit mit der Vermieterin Swiss Life zu beenden. Swiss Life wollte bereits 2013 die Miete für Manor verdreifachen und für die rund 14'000 Quadratmeter Fläche neu 19 Millionen Franken verlangen. Manor klagte, es folgt ein juristisches Hickhack. Ende Februar 2019 lief der Mietvertrag aus, das Geschäft im Prestigebau blieb aber offen, weil noch mehrere Verfahren hängig waren. Dann zog Manor die Reissleine. Ein Verbleib über Ende Januar hinaus wäre mit zu grossen juristischen Unsicherheiten behaftet gewesen, hiess es damals. Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Schliessung betroffen.

Die Swiss Life saniert das Gebäude nach dem Manor-Auszug grundlegend. Die Nutzung verändert sich danach stark. Die einstigen Verkaufsflächen werden verkleinert, kleinräumigere Büros und Co-Working-Spaces werden einziehen. Ladenflächen sind noch im Erd- und ersten Unter- und Obergeschoss geplant (mehr dazu lesen Sie hier). Swiss Life will im Frühling mit den Umbauarbeiten beginnen.

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