Masern-Alarm an der Uni Zürich

An der Universität Zürich-Nord sind zwei Personen an Masern erkrankt. Den Studenten wird eine Impfung empfohlen. Im schlimmsten Fall droht Zutrittsverbot.

An der Uni Zürich-Nord sind zwei Masern-Fälle bekannt geworden.

An der Uni Zürich-Nord sind zwei Masern-Fälle bekannt geworden. Bild: Frank Brüderli/Universität Zürich

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Masern-Ausbruch an der Uni Zürich: Zwei Studenten der Universität am Standort Nord in Oerlikon sollen an dem Virus erkrankt sein. Per Mail wurden die Studentenschaft darüber informiert. Darin heisst es: «Falls weitere Fälle auftreten, kann der Kantonsarzt verfügen, dass nur gegen Masern immune Personen (geimpft oder Masern sicher gehabt) Zutritt zu den betroffenen Standorten haben.»

Es werde deshalb eine Impfung empfohlen. Denn: Masern sind nicht ungefährlich und hochansteckend. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) kann eine Masernerkrankung in jedem Alter auftreten und manchmal schwerste Komplikationen verursachen.

Uni bestätigt Masern-Fälle

Die Uni Zürich bestätigt die Masernfälle und den Versand der Mail an die Studentenschaft und alle Mitarbeitenden. Man sei vom Kantonsärztlichen Dienst (KAD) über die zwei Erkrankten informiert worden, sagt Mediensprecherin Melanie Nyfeler. Für Masern herrscht eine Meldepflicht. Die behandelnden Hausärzte sind angehalten, Fälle dem KAD zu berichten. Zurzeit seien noch keine weiteren Fälle bekannt, sagt Nyfeler.

Erst kürzlich wurden in Bern zahlreiche Masern-Fälle bekannt. Dem bernischen Kantonsarztamt sind seit Anfang Jahr 37 Fälle der hochansteckenden Krankheit gemeldet worden. Das sind zehnmal mehr Erkrankungen als in den drei vergangenen Jahren zusammen. 50 Schüler im Kanton Bern dürfen deshalb nicht mehr in den Unterricht. Mit dieser Massnahme will die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) den Ausbruch eindämmen.

(Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.03.2019, 08:43 Uhr

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