Massenschlägerei in See-Beiz: Chef ist schockiert

Am Sonntagabend sind im «Quai 61» beim Hafen Zürich-Enge mehrere Männer aufeinander losgegangen. Es ging vermutlich um eine Frau.

Ein Mann soll die Freundin eines anderen Gasts angemacht haben. Dann flogen die Fäuste und Flaschen. (Video: Tamedia)

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Auf mehreren Videos, welche Besucher aufgenommen haben, prügeln sich Männer auf der Terrasse der Trend-Beiz Quai 61. Die Security muss einschreiten. Trotzdem schlagen sie weiter aufeinander los. Der Grund für die Massenschlägerei ist laut «Blick» eine Frau. So soll ein Mann die Freundin eines anderen Gasts angemacht haben.

Zuerst gingen die beiden Männer aufeinander los, später mischten sich auch die Kollegen der Streithähne ein. Es flogen Shishas und Flaschen, am Boden war Blut. Der Sicherheitsdienst konnte den Streit dann beenden.

Mann wurde rausgeschmissen

Wie ein Zeuge gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagt, sei zuvor ein Mann, der in der Gartenwirtschaft neben dem Restaurantgebäude sass, laut schreiend die Treppe auf die Terrasse hinaufgestiegen. Vermutlich ist er von Kollegen herbeigerufen worden.

Einige Minuten später wurde ein Mann mit klaffender Wunde am Gesicht von Kollegen abgeschirmt und evakuiert. Ein weiterer Mann weigerte sich dagegen zu gehen, er wurde von den Security-Leuten hinauskomplimentiert. Dann kamen laut dem Zeugen noch randalierende Frauen hinterher.

Quai-61-Geschäftsführer ist schockiert

Der Geschäftsführer des Restaurants Quai 61 war – wie er auf Anfrage sagt – «schockiert», als er die Videos mit den massiven Gewaltszenen gesehen hat. Seit zweieinhalb Jahren führe der Partyveranstalter Restlezz am Sonntag bei schönem Wetter die Daytime-Party von 15 bis 22 Uhr durch, bis jetzt problemlos.

Man werde nun das Gespräch mit den Veranstaltern suchen, auch bezüglich Sicherheit. Gleichzeitig betont er, dass sich die Sicherheitsleute, die vom Veranstalter gestellt wurden, professionell verhalten hätten und sofort eingeschritten seien.

Bei der Stadtpolizei Zürich, welche gestern Sonntag um 21.15 Uhr alarmiert wurde, sei aber keine Anzeige eingegangen, wie ein Sprecher sagt. Als die Polizei vor Ort war, waren die Beteiligten schon verschwunden.

Der nächste Sonntag dürfte ruhiger werden für die Quai-61-Leute. Fürs Formel-E-Rennen, das quasi vor der Haustüre stattfindet, hat sich die Privatbank LGT eingemietet. Das ist eine Unternehmen, das dem Fürstenhaus von Liechtenstein gehört. (hoh/pu)

Erstellt: 04.06.2018, 16:08 Uhr

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