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Mehr Schutz für Weggesperrte

Die neue Behörde für Kinder- und Erwachsenenschutz hat viel Arbeit. Vor allem bei Zwangspsychiatrisierungen.

Denise Marquard

Der 18-jährige Martin K. ist ein schwieriger junger Mann. Nach einer Schlägerei im Januar mit einem Passanten wurde er in die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich eingeliefert. Zu diesem Zeitpunkt hatte Martin bereits eine bewegte Vorgeschichte mit verschiedenen kürzeren und längeren Klinikaufenthalten hinter sich. Früher hätte der Klinikarzt allein bestimmt, wann er entlassen würde.

Mit dem neuen Recht, das seit Anfang Januar in Kraft ist, läuft der Fall anders. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), früher Vormundschaftsbehörde, überprüft auch dann die Rechtmässigkeit einer Zwangspsychiatrisierung, wenn sich eine betroffene Person nicht dagegen wehrt oder nicht wehren kann, wie im Beispiel von Martin K. Diese neue Handhabung in der fürsorgerischen Unterbringung ist die grösste Veränderung, die die neue Rechtsprechung mit sich bringt. Dies sagte KESB-Präsident Michael Allgäuer an einer Medienorientierung.

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