Mit bekanntem Mann an die Schulspitze

Die Grünen wollen das Schulpräsidium am Zürichberg erobern. Mit dem ehemaligen Kantonsrat Ralf Margreiter – und diesmal mit einem Deal mit der SP.

Mehr als drei Amtsperioden sass Ralf Margreiter für die Grünen im Kantonsrat.

Mehr als drei Amtsperioden sass Ralf Margreiter für die Grünen im Kantonsrat. Bild: Dominique Meienberg

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Kein zweites Mal verlieren. Das haben sich die Grünen bei der Wahl ums Präsidium im Schulkreis Zürichberg im nächsten Juni vorgenommen. 2014 unterlag ihr Kandidat nur knapp der amtierenden FDP-Präsidentin Mirella Forster. Nun schicken sie einen Kandidaten mit bekanntem Namen als deren Nachfolge ins Rennen. Der einstige Kantonsrat Ralf Margreiter soll es richten und tritt damit gegen die FDP-Kandidatin Béatrice di Pizzo an.

Margreiter ist Dozent an der KV Zürich Business School und sass von 2003 bis 2016 für die Grünen im Zürcher Kantonsrat. Dabei konzentrierte sich der 46-Jährige neben der Finanz-und Steuerpolitik vor allem auf Schul- und Bildungsthemen. Von 2011 bis 2015 präsidierte er die Kommission für Bildung und Kultur. Schule und Bildung sind aus Sicht von Margreiter «matchentscheidende Ressourcen- gesellschaftlich, wirtschaftlich und für jeden Einzelnen». «Als Präsident der Kreisschulpflege möchte ich dafür gute Rahmenbedingungen schaffen», sagt er.

Dieses Mal mit Unterstützung der SP

Das neue Gremium ist für Margreiter kein unbekanntes. Von 2001 bis 2005 war Margreiter Schulpfleger in den Kreisen 1, 7 und 8 und lebte selber einige Jahre im Quartier. Er weiss, dass der Zürichberg ein Schulkreis mit besonderen Ansprüchen ist. «Das schreckt mich nicht ab. Im Gegenteil, ich sehe das Engagement der Eltern als Chance», sagt er. Seit 2013 lebt Margreiter mit seinen drei Kindern in Altstetten.

Die SP verzichtet auf eine eigene Kandidatur und wird Ralf Margreiter unterstützen. Der definitive Beschluss fällt an der Mitgliederversammlung Anfang Februar. Bei der letzten Wahl unterstützte die Partei im zweiten Wahlgang die FDP-Kandidatin, was bei den Grünen zu grösseren Irritationen geführt hatte.

Erstellt: 06.12.2017, 16:05 Uhr

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