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Mönch Martin lanciert sein heissestes Buch

Alt-Abt Martin Werlen lässt sich im neuesten Œuvre von Franziskus zur Narrenfreiheit beflügeln: Er tadelt Kirche und Katechismus, sinniert über Gott und die Welt.

Richtet in seinem Buch den Blick auf Gott und die Welt: Martin Werlen, bis 2013 Abt von Einsiedeln, hat aufgeschrieben, was ihm zugefallen sei. Foto: PD
Richtet in seinem Buch den Blick auf Gott und die Welt: Martin Werlen, bis 2013 Abt von Einsiedeln, hat aufgeschrieben, was ihm zugefallen sei. Foto: PD

Martin Werlen, bis 2013 Abt von Einsiedeln und dann in die Reihe der Mönche zurückgetreten, meldet sich zurück. Mit dem Buch «Heute im Blick», das er gestern Freitag in der Jugendkirche «jenseits» in Zürich vorstellte. Begrüsst von seinem Nachfolger Abt Urban Federer und unterbrochen von Stifts­organist Theo Flury mit virtuosen Zwischentönen auf dem Klavier, gab der Alt-Abt Kostproben aus seinen «Provokationen für eine Kirche, die mit den Menschen geht» (Untertitel). Zum Beispiel: «Kirchenrecht und Katechismus reichen nicht, um als gläubige Menschen unterwegs zu sein. Wem sie genügen, der betreibt Götzendienst.» Oder: «Eine Kirche, in der alles klar ist, ist nicht katholisch.» Doch Mönch Martin richtet den Blick nicht nur auf die Kirche und ihre Versteinerungen, sondern auch auf Begegnungen mit Menschen, auf Flüchtlinge und Arme, auf seine eigene Krankheit, kurz auf Gott und die Welt.

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