Zum Hauptinhalt springen

Mörgeli darf weiter an der Uni Zürich lehren

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli darf seinen Professorentitel weiter tragen. Die Universität Zürich hat seine Lehrberechtigung um sechs Jahre verlängert.

War als Kurator des Medizinhistorischen Museums entlassen worden: Christoph Mörgeli, hier an einer Pressekonferenz an der Universität Zürich.
War als Kurator des Medizinhistorischen Museums entlassen worden: Christoph Mörgeli, hier an einer Pressekonferenz an der Universität Zürich.
Keystone

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli darf sich weiterhin Titularprofessor nennen und Lehrveranstaltungen anbieten. Nach einer routinemässigen Überprüfung hat die Universität Zürich dem entlassenen Kurator des Medizinhistorischen Museums die Lehrberechtigung um sechs Jahre verlängert.

Der Entscheid wurde Mörgeli am Donnerstag vom Dekan der Medizinischen Fakultät schriftlich mitgeteilt, bestätigte Mörgeli der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht der «NZZ am Sonntag».

Die Überprüfung der sogenannten Venia legendi ist im Prinzip eine Formsache. Titularprofessoren werden nicht auf Lebenszeit ernannt, sondern müssen ihre Leistungen in Lehre und Forschung alle sechs Jahre belegen. Bei Mörgeli war die routinemässige Überprüfung im Januar fällig, evaluiert wurden die Jahre 2006 bis 2012.

Eine von zwei Vorlesungen nicht gehalten

Im Vorlesungsverzeichnis sind für das Frühlingssemester zwei Veranstaltungen von Mörgeli aufgeführt. Die eine trägt den Titel «Erzählte Medizingeschichte», die andere «Medizinische Museologie: Erarbeiten einer Ausstellung».

Wie Mörgeli gegenüber der SDA sagte, besuchen rund 25 Hörer die Medizingeschichte. «Die andere Vorlesung habe ich nicht halten dürfen», sagte er weiter.

Museum und Institut waren im Herbst 2012 in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten. Damals kam – durch einen Medienbericht angestossen – die Affäre Mörgeli ins Rollen.

Mörgelis neuer Vorgesetzter, Flurin Condrau, hatte dessen Arbeit als ungenügend beurteilt. Die UZH verfügte die Amtseinstellung des Kurators. Ende März 2013 folgte Mörgelis Kündigung. Zudem werden das Medizinhistorische Institut und das dazugehörige Museum neu positioniert.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch