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Mörgeli reicht Beschwerde gegen Aeppli ein

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli wehrt sich weiter wegen seiner Entlassung. Mit einer Aufsichtsbeschwerde will er nun gegen Regierungsrätin Regine Aeppli vorgehen.

Christoph Mörgeli (rechts) mit dem Zürcher Gemeinderat Mauro Tuena an der 26. Albisgütli-Tagung in Zürich (17. Januar 2014).
Christoph Mörgeli (rechts) mit dem Zürcher Gemeinderat Mauro Tuena an der 26. Albisgütli-Tagung in Zürich (17. Januar 2014).
Walter Bieri, Keystone
Der Wurmforscher ist bereits ab Februar 2014 Rektor der Universität Zürich.
Der Wurmforscher ist bereits ab Februar 2014 Rektor der Universität Zürich.
zvg/Uni Zürich
11. September 2012: Der «Tages-Anzeiger» veröffentlicht Auszüge aus einem internen Bericht der Universität Zürich. Der Bericht erhebt schwere Vorwürfe an Christoph Mörgeli. (Bild: Im Medizinhistorischen Museum am 10. September 2012)
11. September 2012: Der «Tages-Anzeiger» veröffentlicht Auszüge aus einem internen Bericht der Universität Zürich. Der Bericht erhebt schwere Vorwürfe an Christoph Mörgeli. (Bild: Im Medizinhistorischen Museum am 10. September 2012)
Sabina Bobst
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Nationalrat Christoph Mörgeli setzt sich weiter gegen seinen Rauswurf als Leiter des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich zur Wehr. Sein Rechtsvertreter hat am Freitag eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli eingereicht.

Mörgelis Anwalt Manfred Küng bestätigte eine entsprechende Meldung des «Regionaljournals Zürich-Schaffhausen» von Schweizer Radio und Fernsehen. Die Aufsichtsbeschwerde ist an den Regierungsrat gerichtet.

Aufhebung der Immunität gefordert

Konkret fordert Mörgeli, dass die Regierung dem Kantonsrat beantragt, die Immunität von Bildungsdirektorin Aeppli (SP) aufzuheben. Damit soll der Weg frei werden für ein Strafverfahren wegen Amtsanmassung und Amtsmissbrauch, sagte Küng.

Die Regierungsrätin hat laut Küng die Grundsätze rechtsstaatlichen Handelns missachtet. So habe Aeppli das Ausstandsbegehren Mörgelis gegen Uni-Rektor Andreas Fischer abgewiesen, obwohl gar nicht sie, sondern der Universitätsrat zuständig gewesen sei. Auch habe sie zu dieser Angelegenheit keinen Akteneintrag erstellt.

«Ungenügende Leistungen»

Christoph Mörgeli war im September von der Universität Zürich entlassen worden. Als Kündigungsgründe wurden ungenügende Leistungen und illoyales Verhalten genannt.

Mörgeli selbst sieht sich als Opfer eines politischen Komplotts und kämpft mit juristischen Mitteln gegen die Kündigung. Nebst einem Rekurs reichte er Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich ein. Dieses hat die Beschwerde zwischenzeitlich abgewiesen.

Daneben hat sich Mörgeli Mitte November als Rektor der Universität Zürich beworben. Er ist überzeugt, dass er für die Nachfolge des 2014 zurücktretenden Rektors Andreas Fischer geeignet ist.

«Steilpass »für Aufsichtsbeschwerde

Am 26. November hatte das Verwaltungsgericht festgestellt, dass Aeppli fälschlicherweise über ein Ausstandsbegehren von Mörgeli gegen Universitätsrektor Andreas Fischer entschied, obwohl sie nicht dafür zuständig gewesen sei. Der Anwalt Mörgelis sagte bereits damals, dies sein ein Steilpass für eine Aufsichtsbeschwerde.

SDA/mw

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