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Mörgeli rekurriert gegen seine Kündigung

Der entlassene Kurator des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich, Christoph Mörgeli, hat beschlossen, sich gegen seine Kündigung gerichtlich zu wehren.

Will die Kündigung nicht hinnehmen: Christoph Mörgeli neben einem Ausstellungsobjekt des Medizinhistorischen Museums.
Will die Kündigung nicht hinnehmen: Christoph Mörgeli neben einem Ausstellungsobjekt des Medizinhistorischen Museums.
Chantal Hebeisen

Schon kurz nach Bekanntgabe der Kündigung hatte Christoph Mörgeli einen Rekurs in Aussicht gestellt. Nachdem er die Situation mit seinem Anwalt Manfred Küng genau analysiert hatte, fiel nun der definitive Entscheid.

Laut Küng werden beide Uni-Argumente als «nicht stichhaltig» angefochten. Namentlich die Beurteilung der Leistung als ungenügend durch Mörgelis neuen Chef, Professor Flurin Condrau, akzeptiere man nicht.

Der Anwalt von Christoph Mörgeli bestätigte am Mittwoch eine Meldung des «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von DRS 1. Sein Mandant werde nun definitiv gegen die Kündigung vorgehen. Der Rekurs muss bis Ende nächster Woche bei der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen eingereicht sein.

Begründung der Universitätsleitung fadenscheinig

Die Uni-Leitung hatte am 28. September bekannt gegeben, sie habe gleichentags Mörgeli als Museumskurator entlassen. Die ordentliche Kündigungsfrist von sechs Monaten wurde eingehalten, Mörgeli aber per sofort freigestellt. Begründet wurde der Schritt mit ungenügenden Leistungen und schweren Loyalitätsverletzungen Mörgelis durch Äusserungen in den Medien.

Das könne gar nicht sein, nachdem sein Mandant 25 Jahre lang sehr gute bis vorzügliche Beurteilungen erhalten habe, sagte Küng. Zudem habe die Evaluationsstelle der Uni im Jahr 2006 das Medizinhistorische Museum unter die Lupe genommen und nichts beanstandet. Es sei klar, dass es im Grunde um das politische Engagement von SVP-Nationalrat Mörgeli gehe.

SDA/lcv

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