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Nackte Mama soll den Swissmill-Tower verschönern

Ein US-Software-Gigant will das Hochhaus an der Limmat mit einer Illustration des Künstlers Ata Bozaci verkleiden.

Der Turm regt die Fantasie an: Ein Künstlerkollektiv hatte die Fassade im letzten September mit tropischen Bildern beleuchtet. (Bild: Projektil)
Der Turm regt die Fantasie an: Ein Künstlerkollektiv hatte die Fassade im letzten September mit tropischen Bildern beleuchtet. (Bild: Projektil)
Ob Palmen, Wasserfälle oder Tukane – so stellen sich die Künstler das Paradies vor. (Bild: Projektil)
Ob Palmen, Wasserfälle oder Tukane – so stellen sich die Künstler das Paradies vor. (Bild: Projektil)
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«118 Meter Hässlichkeit» hat die sonst so zurückhaltende NZZ den neuen Swissmill-Tower genannt. Ganz so dramatisch sieht man das in der Computerbranche nicht. Man erkenne aber durchaus noch «künstlerisches Verbesserungspotential», schreibt Microsoft-Schweiz-Chefin Marianne Janick den Verantwortlichen von Swissmill (Coop) und der Stadt Zürich in einem Brief.

Der Software-Gigant hat auch einen Vorschlag, wie sich die Misère verbessern liesse: «Your local Eyesore» heisst das Projekt: Gemeinsam mit lokalen Kunstschaffenden setzt sich das Unternehmen in verschiedenen Schweizer Städten für die Verschönerung des Stadtbilds ein.

Mutter mit Schwimmflügel

Für Zürich hat der schweizerisch-türkische Künstler Ata Bozaci die Illustration «Nackt-Schwimmen» geschaffen. Sie nimmt Bezug auf die Limmat, die neben dem Swissmill-Turm fliesst. «Es geht um die Mutter-Kind-Beziehung. Das Kind übernimmt die Rolle der Mutter. Die Mutter, oft ängstlicher Natur und darum mit Schwimmflügel, wird vom Kind im dunklen Wasser geführt. Bewusst habe ich keine Badekleidung gezeichnet, damit die Intimität zwischen den beiden Figuren verstärkt wird», erklärt Bozaci sein Werk.

Christoph Glaus, PR-Manager von Microsoft, sagt dazu: «Wer Ata Bozaci kennt, weiss, dass seine Kunst provozieren kann.» Zürich vertrage das am ehesten von allen Städten, die man im Rahmen der Aktion verschönern wolle. «Sollte die Stadt oder Coop die Idee gut finden, aber das Motiv unmöglich, sind wir auch für Alternativen zu haben.»

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