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Nazi-Heft im Coop-Regal

Zwischen harmlosen Magazinen ist im Coop Letzipark ein Heft aufgetaucht, das nationalsozialistisches Gedankengut enthält.

Nazi-Heft zwischen Frauenmagazinen: Aussergewöhnliche Auslage im Coop-Regal.
Nazi-Heft zwischen Frauenmagazinen: Aussergewöhnliche Auslage im Coop-Regal.
Dominik Gross/Twitter.com

Zwischen «Brigitte», «Jolie» und dem «Vegan-Magazin» lag er: Der «Schwerterträger», ein Heft mit nationalsozialistischem Inhalt. Die Website des Magazins gehört dem Verlag «Lesen und Schenken» von Dietmar Munier – ein Verleger, der im Ruf steht, rechtsextreme Literatur zu verbreiten. Die Ausgabe, die im Coop Letzipark im Regal lag, war die Zweite dieses Jahres.

Aufgefallen ist das Magazin Dominik Gross, der gerade mit seiner Familie zum Einkaufen im Coop war. Er sei schockiert gewesen, als er das Heft entdeckte, sagt er zu Redaktion Tamedia. «So etwas erwartet man nicht in einem Coop-Regal.»

Weg damit hinters Hundefutter

Er habe den Leitartikel des Magazins kurz überflogen. Es seien eindeutig Nazi-Inhalte, sagt Gross. Wenn man so etwas lese, werde es einem unwohl. «Man fragt sich unweigerlich, ob das alles tatsächlich wieder salonfähig ist. Wobei, soll man sich wundern? In der Schweiz finden ja auch Neonazikonzerte mit Tausenden Besuchern statt, die von Gemeinden offiziell bewilligt werden.»

Eigentlich hätte man das Heft kaufen sollen, um zu testen, ob es zum offiziellen Coop-Sortiment gehöre, meint Gross. «Wir wollten aber auf keinen Fall Geld dafür ausgeben und haben es schliesslich hinter dem Hundefutter versteckt, damit es sonst niemand sehen oder kaufen kann.»

Coop klärt ab, wie es dazu kommen konnte

«Dieses Magazin gehört sicher nicht in unsere Kioske! Wir haben unsere Verkaufsstellen bereits angewiesen, es umgehend zu entfernen», betont Urs Meier, Leiter Coop-Medienstelle, auf Anfrage.

Die Magazine der Coop-Kioske werden laut Meier von einem externen Partner beliefert und bestückt. «Wir klären gegenwärtig energisch ab, wie und wo dieses Heft in unseren Regalen gelandet ist und sind deswegen bereits im Kontakt mit dem Lieferanten.» Meier kann nicht ausschliessen, dass das Heft mutwillig in das Regal gelegt wurde.

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