Neue Regeln für die Zürcher Jagd

Die Regierung will unausgebildete Jagdgäste aus Zürich verbannen. Sie hat eines der ältesten Gesetze überarbeitet.

Zürcher Jäger bekommen neues Gesetz: Die Bestände von Schwarzwild und Rotwild haben stark zugenommen.

Zürcher Jäger bekommen neues Gesetz: Die Bestände von Schwarzwild und Rotwild haben stark zugenommen. Bild: Comet Photoshopping GmbH

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Das alte Zürcher Jagdgesetz soll durch eine zeitgemässe Version ersetzt werden und moderne Bestimmungen zum Arten- und Lebensraumschutz erhalten: Der Regierungsrat schickt eine total überarbeitete Vorlage in die Vernehmlassung.

Das Zürcher Gesetz über Jagd und Vogelschutz stammt vom 12. Mai 1929. Es ist damit eines der ältesten Gesetze im Kanton und trotz verschiedener Teilanpassungen nicht mehr zeitgemäss, wie der Zürcher Regierungsrat heute Montag in einem veröffentlichten Beschluss festhält.

So haben sich schon 1986 die rechtlichen Vorgaben des Bundes gewandelt. Und in den vergangenen Jahrzehnten haben sich auch die tatsächlichen jagdlichen Rahmenbedingungen merklich verändert, schreibt der Regierungsrat. Im Vergleich zu früher haben sowohl das Schwarzwild als auch das Rotwild stark zugenommen. Geschützte Arten wie der Biber verbreiteten sich stark. Auch mit dem vermehrten Auftreten von Grossraubtieren wie Luchs oder Wolf sei zu rechnen. Die kantonale Baudirektion arbeitete deshalb einen Entwurf für ein neues, zeitgemässes Jagdgesetz aus. Dieses trage «dem neu entstandenen Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen der Wildtiere und der gestiegenen räumlichen Nutzung Rechnung», hält die Regierung fest.

Kanton soll Jagdreviere einteilen

Neu sollen deshalb unter anderem die Jagdreviere durch den Kanton eingeteilt werden. «Die Einteilung soll nach jagdlichen und wildbiologischen Kriterien erfolgen und sich nicht mehr hauptsächlich an den Gemeindegrenzen orientieren.»

Die Reviere sollen auch nicht mehr an den Meistbietenden versteigert, sondern an jene Gruppe vergeben werden, welche «die beste Gewähr für einen einwandfreien Jagdbetrieb» garantiert.

Zudem wird die jagdliche Aus- und Weiterbildung stärker gewichtet. Die bisherige Regel, wonach Personen ohne Ausbildung für bis zu sechs Tage im Jahr als Jagdgäste eingeladen werden können, wird aufgehoben. Gemäss Entwurf «soll nur noch jagen dürfen, wer eine gründliche theoretische und praktische Ausbildung durchläuft». Der Entwurf des totalrevidierten Gesetzes über Jagd und Vogelschutz geht nun in die Vernehmlassung. Bis am 14. Juli können sich unter anderem Gemeinden, Parteien und Verbände dazu äussern. (sda)

Erstellt: 24.04.2017, 12:10 Uhr

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