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Neuer Spitzenreiter in der Zürcher Vornamen-Statistik

Bei den Mädchen ist Emma der beliebteste Vorname für Neugeborene – schon wieder. Bei den Knaben aber gibt es eine Premiere.

Wie soll es heissen? Eine Mutter mit ihrem Neugeborenen.
Wie soll es heissen? Eine Mutter mit ihrem Neugeborenen.
Archiv Tages-Anzeiger

Bei der Namenswahl für Mädchen setzen Eltern seit drei Jahren auf einen Dauerbrenner: Emma ist nach 2014 und 2015 auch im Jahr 2016 bei neugeborenen Mädchen mit Wohnsitz in der Stadt Zürich der Spitzenreiter der gewählten Vornamen. 39 Eltern haben sich für diesen entschieden. Hoch im Kurs stehen auch die Vornamen Julia, Ella, Lina und Olivia, wie Statistik Stadt Zürich heute Mittwoch mitgeteilt hat. Emma war übrigens in Zürich bereits in den 1930er-Jahren sehr populär und erlebt seit dem Jahr 2000 einen eigentlichen Höhenflug.

Bei den Knaben sieht es anders aus: Hiess der Favorit 2015 noch Leon, ist es neu 2016 Louis. Dieser Vorname steht bei den Knaben zum ersten Mal an der Spitze der Vornamenrangliste. Vorjahressieger Leon konnte seinen Höhenflug nicht bestätigen und ist aus den Top Ten verschwunden. Ebenfalls oft vergeben wurden 2016 bei den Knaben die Vornamen Julian, Liam, Moritz und Noah.

Warum viele Eltern bei der Namenswahl keine grosse Lust auf Abwechslung haben und den Trends der jeweiligen Vornamenmode folgen, ist ein Rätsel, welches auch die Statistik nicht lösen kann. Was sie hingegen aufzeigt, sind die Trends der letzten Jahrzehnte wie das folgende Beispiel von Emma und Laura bei den Mädchen sowie Louis, Michael und Simon beiden Knaben zeigt. In der Grafik ist deutlich zu sehen, wie zum Beispiel Emma ab 2000 zur stürmischen Aufholjagd ansetzt, während die 2008/2009 noch sehr beliebte Laura seither Jahr für Jahr zurückkrebst.

Trend zu gleichen Vornamen

Für Eltern ist die Wahl der Vornamen ihrer Kinder eine kreative, aber oft auch knifflige Aufgabe. Soll es ein häufiger, ein allgemein bekannter oder doch eher ein seltener Name sein? Gemäss Statistik Stadt Zürich wählen Eltern mit einer höheren Ausbildung häufige Vornamen, während sich Eltern mit einer geringeren Bildung eher für seltene, individuelle Namen entscheiden. Dabei spielt die Herkunft der Eltern keine Rolle.

Aufschlussreich ist weiter, wie sich die Vielfalt der Vornamen im Lauf der Zeit verändern: So gibt es bei den 1950 bis 1990 Geborenen in der Stadt Zürich im Durchschnitt ungefähr 35 verschiedene Vornamen auf 100 Personen. Von 1990 bis 2000 stellt Statistik Stadt Zürich eine starke Individualisierung der Vornamen fest: So stieg die Vielfalt der Vornamen auf 65 unterschiedliche Vornamen pro 100 Personen an. Im Jahr 2000 fand eine Trendumkehr zu ähnlicheren Namen statt. 2016 gab es in der Stadt Zürich bei den Mädchen 50, bei den Knaben 46 verschiedene Vornamen auf 100 Personen.

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