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Neues Stadion: Gefahr für Anwohner und Matchbesucher

Der Kommandant der Stadtpolizei Zürich sorgt sich um die Sicherheit rund um das geplante neue Fussballstadion.

Darüber stimmen die Stadzürcherinnen und Stadtzürcher am 25. November ab. Video: Wibbiz/Tamedia/Stadt Zürich/Keystone

Der Abstimmungskampf um das neue Zürcher Stadionprojekt auf dem Hardturm-Areal geht in die entscheidende Phase. Eine am Dienstag veröffentlichte repräsentative Umfrage zeigt: Zurzeit wollen 54 Prozent der Stadtzürcher am 25. November Ja stimmen.

Jetzt werden neue Details zur Sicherheit des geplanten Stadion-Projektes bekannt. «20 Minuten» liegen vertrauliche Dokumente vor. Gemäss diesen Untetrlagen würde sich laut Daniel Blumer, Kommandant der Stadtpolizei Zürich, die Sicherheitssituation im neuen Stadion gegenüber dem Letzigrund zwar verbessern. Aber: Bei der Sicherheit im öffentlichen Raum rund um das Stadion sieht seine Einschätzung anders aus.

Erhöhte Gefährdung der Anwohner

Der Polizeikommandanten spricht von einer erhöhten Gefährdung der Matchbesucher, der Sicherheitsangestellten und der Anwohner gegenüber dem Letzigrund. Auch für die Polizisten würde das neue Stadion eine Mehrbelastung und erhöhte Gefährdung bedeuten.

Und so sieht es heute aus: Die Brache des ehemaligen Hardturmstadions.
Und so sieht es heute aus: Die Brache des ehemaligen Hardturmstadions.
Ennio Leanza, Keystone
Bekämpft das Stadionprojekt: Die SP und die Grünen bekämpfen das Stadionprojekt gegen ihre eigenen Stadträte.
Bekämpft das Stadionprojekt: Die SP und die Grünen bekämpfen das Stadionprojekt gegen ihre eigenen Stadträte.
Melanie Duchene, Keystone
Simpel und direkt: Mit einem Ja werben die Befürworter für das Projekt «Ensemble».
Simpel und direkt: Mit einem Ja werben die Befürworter für das Projekt «Ensemble».
Melanie Duchene, Keystone
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Der Einfluss auf den Verkehr könnte an Spieltagen im neuen Stadion ebenfalls nicht unerheblich sein, wie die Unterlagen aus Blumers Präsentation in der gemeinderätlichen Spezialkommission des Finanzdepartements zeigen. Laut Blumer ist es möglich, dass man die Pfingstweidstrasse bei Hochrisikospielen temporär schliessen müsse. Eine wichtige Autobahnzubringer- und Abflussstrasse der Stadt.

Kosten teilweise den Clubs auferlegen

Die Stadtpolizei Zürich will dazu keine Stellung nehmen und verweist an das in diesem Projekt federführende Finanzdepartement. Dort bestätigt Sprecher Patrick Pons, dass es bei Hochrisikospielen zu einem Mehraufwand für die Polizei bei der Fantrennung kommen kann, aufgrund der Anordnung der FCZ-Kurve im Süden des Areals. Auch die Gästefans würden via Aargauerstrasse von Süden her anreisen. «Grundsätzlich soll das Areal während den Spielen für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben, je nach Gefährdungslage und Klassifikation eines Spiels wird das Sicherheitskonzept aber angepasst.» Dieses sei Bestandteil der Veranstaltungsbewilligung.

Auch die Pfingstweidstrasse müsse an normalen Spieltagen nicht gesperrt werden. «Bei Hochrisikospielen kann hingegen eine temporäre Sperrung der Strasse notwendig werden», sagt Pons. In jedem Fall angepasst werden müssten bei Zustandekommen des vorliegenden Projekts die Vereinbarungen mit den Clubs über die Verrechnung der Polizeikosten. «Allfällige Mehrkosten aufgrund der neuen Ausgangslage würden mindestens teilweise den Clubs auferlegt», so Pons.

Er bestätigt zudem Blumers Aussage, dass die Sicherheit im neuen Stadion besser sein würde als zurzeit im Letzigrund: «Das hat mit der Bauweise zu tun und bei jedem Spiel sind Überwachungskameras im Stadioninnern und im näheren Aussenbereich im Einsatz.»

(Artikel übernommen von «20 Minuten»)

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