Neues Velo-Luxusparking am Zürcher HB geplant

Die SBB spannen mit einem Start-up zusammen und lancieren neue kostenpflichtige Veloparkplätze an verschiedenen Bahnhöfen.

Seit Dienstag in Luzern verfügbar: Die Smartmo-Parkplätze mit Helmfach. Bild: PD

Seit Dienstag in Luzern verfügbar: Die Smartmo-Parkplätze mit Helmfach. Bild: PD

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Bald tauchen an verschiedenen Zürcher Bahnhöfen neuartige Veloparkplätze auf, wie die SBB heute Dienstag mitteilen. Die neuen Abstellplätze können per App reserviert, geöffnet und bezahlt werden. Zusätzlich verfügen sie über eine abschliessbare Helmbox und eine Lademöglichkeit für E-Bikes. Die Kosten: ein Pauschalbetrag von 60 Rappen plus 5 Rappen pro Stunde Parkieren.

Seit heute sind die ersten dieser Veloständer am Bahnhof Luzern in Betrieb. Im Kanton Zürich ist das Angebot für den HB, den Bahnhof Stadelhofen und den Bahnhof Uster geplant. Es ist ein Pilotprojekt, das mindestens sechs und maximal zwölf Monate dauern soll.

Wann genau die ersten Plätze verfügbar sein werden, ist aber noch unklar. «Noch diesen Herbst», sagt Daniel Hänggi, CEO von Smartmo, dem Start-up, das diese neuartigen Velostationen anbietet. Derzeit seien noch Verhandlungen mit Organisationen im Gang, welche die Bewirtschaftung übernehmen sollen. Das neue Angebot gibt es vorerst aber nur auf begrenzte Zeit.

Weniger Gratisparkplätze?

Die neuen Bezahlstationen haben in Luzern gemäss dem Onlineportal Watson bereits Kritik ausgelöst. Grüne und rote Politiker befürchten eine Verschlechterung für den Veloverkehr, eine Zweiklassen-Mentalität und den Verlust von Gratisparkplätzen.

Die SBB wehren sich gegen diese Kritik. Mit dem Angebot würden kaum Gratisparkplätze abgebaut. «Über alle Standorte hinweg liegt die Zahl maximal im niedrigen zweistelligen Bereich», sagt SBB-Sprecherin Sabine Baumgartner. Also nur ein Bruchteil aller Parkplätze. Zudem würden diese wenigen betroffenen Veloparkplätze nach dem Pilotversuch wieder hergestellt oder im Vorfeld wurden zusätzliche Gratisparkplätze geschaffen, sagt sie. Smartmo-CEO Hänggi ergänzt: «Die Stationen brauchen genau gleich viel Platz wie herkömmliche Veloständer.» Ihm gehe es nicht um Schickimicki, Ziel sei es, mehr Velos an die Bahnhöfe zu locken. Insbesondere auch E-Bikes, die heute oftmals an keinem Bahnhof stünden. Wohl aus Angst der Besitzer, dass die E-Bikes geklaut werden oder am Abend der Akku leer sein könnte.

Am Standort am Hauptbahnhof (beim Gleis 18) sind 50 solche neuartigen Veloparkplätze geplant, am Stadelhofen (bei den Schliessfächern beim Gleis 1) insgesamt 35 und in Uster 50.

(sip)

Erstellt: 24.09.2019, 17:42 Uhr

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