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Nicht für alle Hochhaus-Bewohner scheint die Sonne

Im Mobimo-Tower sind einige Wohnungen nach Nordosten ausgerichtet – und liegen so auf der Schattenseite des Gebäudes. Ob das rechtlich in Ordnung geht, ist fraglich.

Hier entstehen auch Wohnungen, die wenig Sonne bieten: Blick aus dem Mobimo-Tower im Mai 2010.
Hier entstehen auch Wohnungen, die wenig Sonne bieten: Blick aus dem Mobimo-Tower im Mai 2010.
Nicola Pitaro

Es geht um Paragraf 301 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes: Dieses schreibt vor, dass Wohnräume von Mehrzimmerwohnungen nicht mehrheitlich nach Nordost/Nordwest gerichtet sein dürfen. Konkret: Das Gesetz will, dass es in allen Wohnungen genügend Sonnenlicht hat.

Beim Mobimo-Tower in der Stadt Zürich scheint dieses Gesetz nun nicht eingehalten zu werden, wie der «Landbote» heute Freitag schreibt. Zumindest ist es so, dass im Hochhaus zehn Zweieinhalbzimmerwohnungen in den Etagen 15 bis 21 auf der nordöstlichen – also sonnenabgewandten – Seite zu liegen kommen. Geplant war es eigentlich anders: Erst waren alle Wohnungen so ausgerichtet, dass Paragraf 301 nicht verletzt worden wäre. Doch dann änderte die Mobimo ihre Pläne und erhöhte die Zahl der Wohnungen auf einigen Etagen, um einige kleinere, günstigere Objekte zu verkaufen. Die Bausektion des Stadtrates gab ihren Segen dazu.

Entscheid rechtskräftig

Der «Landbote» fragte beim Amt für Baubewilligungen nach. Doch dort blieb man mit Antworten vage. Bei den fraglichen Wohnungen handle es sich nach Auffassung der Baubehörde nicht um Mehrzimmerwohnungen, heisst es. Doch die Objekte werden von der Mobimo als Zweizimmerwohnungen angeboten. Laut dem «Landboten» ist der Entscheid der Behörde inzwischen rechtskräftig, womit keine Rekurse mehr möglich sind. Die Wohnungen – trotz Schattenseite – haben inzwischen auch bereits einige Interessenten und Käufer gefunden.

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