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Noch ein verlorenes Jahr im Fall Bono

Als das Bundesgericht im April 2011 entschied, ihr Prozess müsse noch einmal aufgerollt werden, schöpfte die 2002 verunfallte Anwältin Caroline Bono Hoffnung. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuss.

Zehn Jahre Kampf für ein neues Urteil: Caroline Bono
Zehn Jahre Kampf für ein neues Urteil: Caroline Bono
Sabina Bobst

Caroline Bono war vor einem Jahr guter Dinge. Soeben hatte das Bundesgericht ihr Revisionsgesuch gutgeheissen, das Urteil aufgehoben und den Fall dem Handelsgericht «zur weiteren Behandlung» zurückgegeben. Wie das gemeint war, blieb freilich unklar.

Bonos Anwalt Philip Stolkin forderte das Handelsgericht auf, den Prozess komplett neu aufzurollen und ein neues Beweisverfahren durchzuführen. Am damaligen Verfahren sei mit Hans Nigg ein Richter beteiligt gewesen, der im Sold der Zürich gestanden habe und deshalb befangen war. Die Zürich-Versicherung wehrt sich gegen diese Forderung: Handelsrichter Nigg habe während der Beweisaufnahme noch kein Mandat der Zürich gehabt, sondern den Auftrag erst kurz vor der Urteilseröffnung erhalten. Es sei deshalb nicht nötig, die Beweise erneut aufzunehmen; es genüge, Nigg durch einen unbefangenen Richter zu ersetzen und lediglich ein neues Urteil zu sprechen.

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