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Nötig sind Nerven wie Kranseile

Die Bauherren in Zürich brauchen viel Geld, Zeit und Geduld.

Obwohl wegen der Kälte auf einigen Baustellen die ­Arbeit ruhte, war dies eine tolle Woche für Poliere und Kranführer. Drei Grossprojekte im Zentrum von Zürich haben grünes Licht erhalten: die Kunsthaus-Erweiterung, der Hauptsitz der Zurich-Versicherung und der Modulbau des Unispitals, der die Voraussetzung bildet für die Gesamterneuerung des riesigen Spitalkomplexes. Diese drei Bauten sind gross im Vergleich zu ihrer Umgebung – und seit dem Scheitern des grossen Kongresszentrums am See gilt jede grössere Baugrube im Stadtzentrum als vermint.

Dennoch kann in Zürich immer noch gebaut werden, auch wenn in diesen drei Fällen Gegner aufgetaucht sind, mit denen niemand gerechnet hat. Den Kunsthaus-Neubau hiessen alle politischen und gerichtlichen Akteure gut; der Heimatschutz gab knurrend klein bei. Da tauchte aus Luzern die Stiftung Archicultura auf. Von ihr hatte in Zürich noch nie jemand gehört, dennoch konnte sie den Neubau um zwei Jahre verzögern. Ihr Rekurs war «aussichtslos und mutwillig», wie das Gericht befand, doch erst am letzten Montag gab die Stiftung auf.

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