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Norwegische Windenergie für Zürich

Das Stadt Zürich kauft sich in einen Windpark bei Stavanger ein. Wie viel sie dafür ausgibt, will sie nicht publik machen.

Bis nach Zürich schaffts nur das Ökozertifikat: Windpark in der Nordsee.
Bis nach Zürich schaffts nur das Ökozertifikat: Windpark in der Nordsee.
Keystone

Die Stadt Zürich investiert in eine norwegische Windparkgesellschaft, die in der Nähe der Hafenstadt Stavanger einen Windpark mit 32 Turbinen erstellt. Wie viel sie dafür ausgibt, will sie aber nicht öffentlich machen.

Dass man über den Kaufpreis Stillschweigen bewahre, sei bei solchen Investitionen gängige Praxis, sagte eine Sprecherin der Elektrizitätswerke Zürich (EWZ) auf Anfrage. Dies hänge damit zusammen, dass es erst wenige solcher Projekte gebe und man Mitbewerbern nicht zuviele Informationen geben wolle.

Der Betrag entspricht einer 20-Prozent-Beteiligung an der Jaeren Energi SA. Diese Firma ist für die Planung, den Bau und den Betrieb des Windparkes zuständig.

Mit dieser Beteiligung sichere sich das EWZ einen ausgezeichneten Windstandort, mit dem man dank moderner Anlagen kostengünstig Ökostrom produziert werden könne, wie die Stadt Zürich heute Mittwoch mitteilte. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt sollen dereinst in die Planung und den Bau von Schweizer Windparks einfliessen.

Geld in Abstimmung genehmigt

Das Geld für die Windturbinen stammt aus dem Rahmenkredit von 200 Millionen Franken, den die Zürcher Stimmberechtigten im Mai 2009 mit einem Ja-Stimmen-Anteil von über 80 Prozent genehmigt haben.

Die ersten 26 Turbinen sollen im Juni 2011 in Betrieb gesetzt werden, die restlichen sechs im Oktober 2011. Sind einmal alle Windräder in Betrieb, wird eine jährliche Stromproduktion von etwa 230 Gigawattstunden erwartet.

Mit einem Fünftel dieser Energie - was also der Zürcher Beteiligung entspricht - können rund 18'000 Durchschnitts-Haushalte versorgt werden.

Der Strom wird vorerst allerdings nicht bis nach Zürich gelangen, sondern vollständig ins norwegische Netz eingespeist. Das EWZ bezieht den ökologischen Mehrwert in Form von Zertifikaten. Längerfristig will das EWZ den Strom aber nach Zürich importieren.

Die Stadt Zürich ist mit Geld aus dem Rahmenkredit bereits an 30 Windturbinen in Deutschland beteiligt.

SDA/cal

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