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Nun beginnt das Buhlen um die Asylbetreuung

Neu muss der Bund die Aufträge für den Betrieb seiner Asylzentren öffentlich ausschreiben. Die bislang bevorzugte Firma ORS erhält Konkurrenz – von der Stadt Zürich und den Hilfswerken.

Die Pläne konkretisieren sich: Die Stadt favorisiert für das neue Asylzentrum eine Wohnsiedlung, wie sie bereits in Leutschenbach existiert. (Archivbild)
Die Pläne konkretisieren sich: Die Stadt favorisiert für das neue Asylzentrum eine Wohnsiedlung, wie sie bereits in Leutschenbach existiert. (Archivbild)
Sabina Bobst

Das Privileg existierte mehr als 20 Jahre lang. 1991 schrieb der Bund den Auftrag für die Betreuung von Asylsuchenden in der Empfangsstelle Kreuzlingen öffentlich aus. Bloss eine Offerte ging damals ein – von der privaten Zürcher Dienstleistungsfirma ORS, die prompt den Zuschlag erhielt. Zu öffentlichen Ausschreibungen kam es in der Folge nicht mehr – obschon das zuständige Bundesamt für Migration (BFM) seit 1996 gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wäre. Die ORS stieg so zur Monopolistin auf. Heute betreuen 450 Mitarbeiter der Firma in den sieben Bundeszentren täglich 4500 Asylsuchende. 2011 setzte die ORS so 55 Millionen Franken um.

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