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Opfer soll Mitglied von «Zürichs kranker Horde» gewesen sein

Der in Zürich erschossene Kampfsportler soll sich im Umfeld einer berüchtigten Hooligan-Gang bewegt haben. Ein weiterer Mann, der unter Tatverdacht steht, wird gegenwärtig gesucht.

Als Martial-Arts-Kämpfer aktiv: Der 30-Jährige, der am Sonntag erschossen wurde. (Quelle: Facebook.com)
Als Martial-Arts-Kämpfer aktiv: Der 30-Jährige, der am Sonntag erschossen wurde. (Quelle: Facebook.com)

Zwei Tage nach den tödlichen Schüssen in Zürich-Affoltern verdichten sich die Hinweise, dass das Opfer aus dem Umfeld von Gangs stammt. Der 30-jährige Montenegriner war nicht nur erfolgreicher Kampfsportler, sondern gemäss «NZZ» ein Mitglied der Hooligans von «Zürichs kranker Horde». Die Zeitung beruft sich dabei auf mehrere Quellen. So ist auf einem Video zu sehen, wie der Mann in einem T-Shirt mit der Aufschrift «Z-K-H» posiert.

Die Hooligan-Gruppe formiert sich aus dem Umfeld der beiden Stadtklubs GC und FCZ. Diese treffen sich mit gleichgesinnten anderer Klubs zu regelmässigen Feld-Wald-und-Wiesen-Kämpfen in ganz Europa. Siegreich ist die Gruppierung, die es schafft, die Gegner prügelnd zu Boden zu zwingen. Insider berichten gegenüber der «NZZ», dass der Montenegriner als «guter Feldkämpfer» bekannt gewesen sei.

Strassengangs wie die Black Jackets und die Hells Angels würden regelmässig Mitglieder aus «Zürichs kranker Horde» rekrutieren. Dass das Opfer aktives Mitglied der Black Jackets ist, wie von «Tele Züri» behauptet, konnte bis anhin nicht erhärtet werden.

31-Jähriger unter Verdacht

Mehr Details gibt es auch zu den Tatverdächtigen. «Blick» berichtet von einem 31-jährigen Kosovo-Albaner, der mit dem Opfer eine länger anhaltende Rivalität pflegte. Der fünffach vorbestrafte Automechaniker werde zurzeit von der Polizei gesucht. Bereits mehrmals sei es zu gewalttätigen Aufeinandertreffen gekommen. Letztes Jahr habe der Kosovo-Albaner etwa mithilfe von Freunden das Opfer mit Messern attackiert. Der Montenegriner habe sich damals erfolgreich zur Wehr gesetzt, berichtet der «Blick». Die Polizei hat gemäss mehreren Medienberichten die Wohnung des Verdächtigen durchsucht. Dieser befand sich bereits nicht mehr vor Ort.

Die Staatsanwaltschaft stellte zudem bei einem Verdächtigen, der am Tatort festgenommen wurde, Antrag auf Untersuchungshaft. Zwei weitere Männer wurden in der Zwischenzeit wieder freigelassen.

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