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Passagiere müssen in Notfalltunnel ausharren

Wegen eines Defekts an ihrem Zug mussten Reisende heute mitten im Tunnel zwischen Zürich HB und Oerlikon aussteigen. Und dann lange warten.

Erst nach einer Stunde wurden sie hier rausgeholt: Die Passagiere im Evakuierungstunnel. Bild: 20 Minuten
Erst nach einer Stunde wurden sie hier rausgeholt: Die Passagiere im Evakuierungstunnel. Bild: 20 Minuten

Die Passagiere eines ICN-Zugs vom Zürcher Hauptbahnhof Richtung Flughafen kamen heute Mittag unfreiwillig zu einem exklusiven Erlebnis, wie «20 Minuten» meldet. Sie mussten einen Evakuierungstunnel betreten, den sonst kaum jemand zu Gesicht bekommt. Diese Röhre verläuft parallel zum Weinbergtunnel zwischen dem Stadtzentrum und Oerlikon.

Der betreffende Zug war kurz nach der Abfahrt mitten im Berg stecken geblieben. Eine Zeugin berichtet, dass darauf alle rund 250 Passagiere evakuiert worden seien. Über eine Stunde lang hätten sie dann im Evakuierungstunnel warten müssen, bis ein Ersatzzug eingetroffen sei.

Defekter Zug musste rausgezogen werden

Die SBB bestätigen den Zwischenfall. Der ICN habe eine Fahrzeugstörung erlitten. Wie in solchen Fällen üblich, habe der Lokführer zuerst versucht, die Lokomotive herunterzufahren und wieder neuzustarten. Nachdem das auch beim zweiten Versuch nicht gelang, seien die Passagiere in den Evakuierungstunnel gebracht worden.

Der defekte Zug blockierte den Tunnel auch dann noch, als die Passagiere längst wieder am Tageslicht waren. Es dauerte bis kurz vor 16 Uhr, bis er schliesslich aus der Röhre gezogen war und die SBB vermelden konnten, dass der Betrieb wieder normal läuft.

So schnell geht es, wenn alles rund läuft: Eine Fahrt durch den Weinbergtunnel.

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