Pfarrer Sieber plant Spital für 11 Millionen Franken

In Zürich-Affoltern soll das «Sieber-Huus» entstehen – eine Überbauung mit Spital und Pflegeabteilung.

Gleich neben der Kirche: Pfarrer Siebers neue Überbauung soll auf der schraffierten Fläche entstehen.

Gleich neben der Kirche: Pfarrer Siebers neue Überbauung soll auf der schraffierten Fläche entstehen. Bild: PD

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Die reformierte Kirche erstellt in Affoltern eine Überbauung, in der die Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber (SWS) Hauptmieterin sein wird. Das Projekt wurde heute Mittwoch den Medien vorgestellt. «Mit dem ‹Sieber-Huus› geht für uns ein langjähriger Wunsch in Erfüllung. Wir bekommen mehr Platz, den wir dringend benötigen», sagt SWS-Sprecher Walter von Arburg. Geplant ist das neue Gebäude auf einem Areal westlich der Reformierten Kirche Glaubten, Bauherrin ist die Kirche.

Der Neubau kostet insgesamt 35 Millionen Franken, wobei der Innenausbau von 11 Millionen Franken von den SWS mittels Vermächtnissen finanziert wird, um langfristig die Mietkosten tief zu halten. Interesse an einer Miete zeigt auch die Pestalozzi-Bibliothek Zürich, zudem soll langfristig auch ein Café eingemietet werden.

Ab Herbst 2021 würden im neuen Sieber-Haus das SWS-Spital Sune-Egge (heute Konradstrasse 62) samt dazugehöriger Pflegestation Sunegarte (heute in Egg ZH) mit zusammen 48 Betten sowie die Wohneinrichtung Brothuuse (Mühlackerstrasse 4) mit aktuell 27 Plätzen und die Administration der Stiftung untergebracht sein. Die beiden Standorte Egg und Mühlackerstrasse gibt das Sozialwerk auf, an der Konradstrasse wird es bleiben und ein Ambulatorium einrichten. Der Pfuusbus ist von den grossen Plänen in Affoltern nicht betroffen.

Grosse Erleichterung

«Wir haben lange nach einem neuen Standort gesucht», sagt von Arburg, «unter anderem auch, weil die Räume unseres Sune-Egge-Spitals für Sozialmedizin und Abhängigkeitserkrankungen an der Konradstrasse seit längerem nicht mehr alle unsere Bedürfnisse abdeckt.» Das neue Sieber-Haus sei daher für Patienten und Personal eine grosse Erleichterung.

Der Neubau bringe nicht nur den SWS einen Mehrwert, sondern auch dem Stadtteil Affoltern. Das Quartier erhalte dank der Popularität von Pfarrer Ernst Sieber eine neue Einrichtung mit positiver Wahrnehmung und landesweiter Ausstrahlung, so der SWS-Sprecher. Mit dem «Sieber-Huus» wird des Pfarrers Vision eines Ortes für Bedürftige im Zentrum der Gesellschaft Realität.

Infos für die Bevölkerung

So geht es mit der Planung weiter: Im Oktober wird der Architekturwettbewerb ausgeschrieben und in der zweiten Jahreshälfte 2018 das Vorprojekt ausgearbeitet. «Wenn alles reibungslos klappt, folgt Mitte 2018 die Baueingabe», sagt von Arburg. Der Baubeginn ist im Frühling 2020 geplant, der Bezug der Liegenschaft erfolgt frühestens im Herbst 2021.

Einen Neubau dieser Grösse neben einem Gemeindezentrum zu bauen, das sorgt im Quartier für Gesprächsstoff. «Das wissen wir, und deshalb wollen wir die Bevölkerung auch nicht vor vollendete Tatsachen stellen», so von Arburg. Aus diesem Grund findet für die Bevölkerung am Mittwoch, 5. Juli, 19.30 Uhr in der reformierten Kirche eine Informationsveranstaltung statt.

Erstellt: 14.06.2017, 15:00 Uhr

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