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Pissoirs für den Frieden

Der Zürcher Stadtrat zieht nach einem Jahr «Runde Tische zum Nachtleben an der Langstrasse» eine positive Bilanz. Allerdings sind die Wirkungen noch nicht für alle zufriedenstellend.

Brandherd Piazza Cella: Die Pissoirs vor Ort haben zum Erfolg geführt. Lärmklagen gibt es aber noch immer.
Brandherd Piazza Cella: Die Pissoirs vor Ort haben zum Erfolg geführt. Lärmklagen gibt es aber noch immer.
Ueli Christoffel, Keystone

Die Langstrasse sei nach wie vor «ein belasteter Ort», schreibt der Stadtrat von Zürich am Mittwoch in einer Medienmitteilung. «Ein Patentrezept im Umgang mit problematischen Begleiterscheinungen des Nachtlebens gibt es nicht.» Der Stadtrat sieht sich derzeit aber auf dem richtigen Weg. Es brauche aber auch in Zukunft eine Politik der kleinen Schritte, es sei ein ständiges Dranbleiben und Lernen erforderlich.

Vor einem Jahr setzte der Stadtrat einen Runden Tisch ein, weil aus dem Quartier mehr Klagen über Lärm und Abfall eingegangen waren. Anwohner, Club- und Barbetreiber, Mitglieder des Nachtstadtrates und der Verwaltung haben bei drei Zusammenkünften nach Lösungen gesucht, um «Wohnen und Feiern an der Langstrasse besser vereinbaren» zu können.

Lärm bleibt Problemherd

Dabei zeigte sich unter anderem ein Test mit mobilen Toiletten als wirksam: Auf der Piazza Cella wurde zweimal ein 6er-Pissoir aufgestellt, das intensiv genutzt worden sei. «In den umliegenden Innenhöfen wurde eine Entlastung festgestellt», heisst es in der Medienmitteilung.

Zudem haben die Stadtpolizei und die «Sicherheit Intervention Prävention» SIP Zürich ihre Präsenz wiederum verstärkt. Lärm war weiterhin das häufigste Einsatzstichwort. Dazu kamen Littering, Konflikte und Tätlichkeiten nach Mitternacht.

Wie der Stadtrat weiter festhält, seien die Lärmklagen regelmässig analysiert worden und auffällige «Problembetriebe» in der Folge kontaktiert worden. Zudem sei die Kampagne «Nachtleben und lassen» gut beachtet worden.

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