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Poké was? Poké Bowl!

Hawaiische Fischsalate, sogenannte Poké Bowls, sind seit einigen Monaten auch in Zürich präsent. Sieben Gründe, warum sie zum Erfolg verdammt sind.

Poké Bowls sind der letzte Food Trend. Er ist von Hawaii aus über Los Angeles nach Zürich übergeschwappt. Drei Lokale gibt es in Zürich bereits, die diesen hawaiischen Fischsalat anbieten. Eines davon ist das Ona Poké an der Sihlfeldstrasse. Sieben Gründe, warum es so erfolgreich ist – und ein achter, weshalb es noch erfolgreicher wird.

1. Geografie

Das Ona Poké liegt in einer Gegend, die derzeit zu den angesagtesten der Stadt zählt. An der frisch zurechtgemachten Sihlfeldstrasse, gleich bei der Station Lochergut, wirtschaften gut gefüllte Ramen- neben Momo-Restaurants neben beliebten Cocktailbars neben Gelaterias, deren Markenzeichen unendlich lange Schlangen sind.

2. USA

Poké Bowls sind so etwas wie das Echo des letzten Schreis aus Los Angeles. Dieser kommt immer irgendwann in Zürich an. Das ist nur eine Frage der Zeit.

3. Gesundheit

Trends entstehen selten zufällig. Derjenige der Poké Bowls fällt in eine Zeit, in der gesundes Leben zelebriert wird. Das lässt sich in Zürich an den Heerscharen von Joggern ablesen, die selbst bei Frost geschlossen durch die Gassen schnauben. Und weil die Poké Bowls nur so von Omega-Fettsäuren triefen, weil sie viel Gemüse enthalten, entsprechend leicht sind und frisch, müssen sie Erfolg haben. Die Sache bewegt sich an der Grenze zu einem Naturgesetz.

4. Social Media

Essensbilder sind auf den Social-Media-Kanälen der Renner. Und Schüsseln mit dem exotischen Gemüse und einer Blume drauf wollen, ja müssen fotografiert werden.

5. Geschwindigkeit

Das Konzept gleicht jenem des Sandwichriesen Subway. Man stellt sich in eine Schlange und wählt die Zutaten. Zuerst der Boden: Reis, Linsen oder Zucchetti-Spaghetti. Darauf zu liegen kommt die Hauptspeise: marinierter roher Fisch, Thun, Lachs, Kingfish oder Tintenfischsalat. Auch Tofu ist eine Option. Und als Deckel drauf noch vier Zusätze, von denen mehrere zur Wahl stehen. Unsere: Seegras, Edamame, Süsskartoffel und eine nicht süsse Birne. Eine Sauce und, wohl aus ästhetischen Gründen, eine violette Blume runden das Gericht ab. Das alles ist innert weniger Minuten zusammengestellt. Die Geschwindigkeit passt zum Gesundheitstrend. In einem Restaurant zu versumpfen, ist so was von aus der Mode gekommen.

6. Geschmack

Das alles schmeckt, man muss es sagen, sehr gut.

7. Das Meyer’s

Für ein After-Dinner-Bier bietet sich das Meyer's gleich neben dem Ona Poké an. Da der Gesundheitstrend dort mindestens so fern erscheint wie Hawaii, ist es das perfekte Kontrastprogramm. Nicht zuletzt wegen des Elvis-Toasts, der sich all jenen als Dessert anbietet, deren Körper noch nach Zucker und Kohlenhydraten schreit.

Auf dem Nachhauseweg wundert man sich noch kurz, warum das Ona Poké am Abend unseres Besuches, einem Montag, beinahe leer war, während die umliegenden Restaurants fast überquollen. Ausser einem Paar, welches das leere Restaurant als Rückzugsort nutzte, um ernste Gespräche zu führen, war niemand gekommen. Deshalb nun Punkt 8, der kurz bevorsteht: das hippe Publikum. Wer durch die Scheibe des Lokals schaut, der will nur eines: rein und dazugehören.

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