Zum Hauptinhalt springen

Polizei belegt FCZ-Fans mit Meldeauflagen

Zehn mutmassliche Gewalttäter müssen sich künftig an jedem Spieltag ihres Vereins zweimal bei der Polizei melden.

An der Zürcher Langstrasse angegriffen: Leverkusen-Fans wurden im Oktober 2015 durch gewalttätige FCZ-Anhänger verletzt.
An der Zürcher Langstrasse angegriffen: Leverkusen-Fans wurden im Oktober 2015 durch gewalttätige FCZ-Anhänger verletzt.
Keystone

Eine Gruppe Männer hat am 25. Oktober 2018 drei Fans des deutschen Clubs FC Bayer 04 Leverkusen attackiert. Die drei Leverkusen-Anhänger wurden dabei verletzt und mussten ärztlich behandelt werden. Der Angriff hat nun für zehn mutmassliche Gewalttäter Folgen, wie die Stadtpolizei Zürich heute mitteilt.

Kantons- und die Stadtpolizei Zürich haben verwaltungsrechtliche Massnahmen gegen die FCZ-Anhänger im Alter zwischen 21 und 34 Jahren verfügt. Hauptsächlich geht es dabei um Meldeauflagen von bis zu zwei Jahren. «Eine Meldeauflage bedeutet, dass eine Person, die im Zusammenhang mit einem Fussballspiel gewalttätig in Erscheinung getreten ist, sich vor und nach jedem Spiel ihrer Mannschaft auf einem Polizeiposten ihres Wohnortes melden muss», heisst es in der Mitteilung weiter.

Strafverfahren laufen

Die Massnahmen stützen sich auf das Hooligan-Konkordat, dem der Kanton Zürich im Jahr 2013 in einer Volksabstimmung zugestimmt hat. Mit den Meldeauflagen will die Polizei präventiv sicherstellen, dass sich eine potenziell gewaltbereite Person an Spieltagen nicht in Stadionnähe oder an polizeilich bekannten Brennpunkten aufhalten kann. Weiter habe die Stadtpolizei Zürich bei den Organisatoren der Spiele des FC Zürich gegen alle Beteiligten ein mehrjähriges Stadionverbot beantragt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die nun ergriffenen Massnahmen sind unabhängig von einem laufenden Strafverfahren gegen die zehn Männer. Bereits Anfang Januar teilte die Staatsanwaltschaft und die Stadtpolizei mit, dass die Polizei diese festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt habe. Zwischenzeitlich seien alle wieder auf freiem Fuss, schreibt die Stadtpolizei.

Weitere Verhaftungen am Matchabend

Schon am Tag des Europa-League-Spiels zwischen Zürich und Leverkusen verhaftete die Polizei vier Männer wegen verschiedener Delikte. Ein Mann aus Deutschland verkaufte Betäubungsmittel, ein 50-jähriger Leverkusen-Fan prügelte sich vor dem Stadion, ein weiterer Leverkusen-Anhänger attackierte einen zivilen Polizisten, und ein FCZ-Fan wollte sich einer Polizeikontrolle entziehen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch