Polizei findet abgestürzte Postdrohne im Zürichsee

Taucher der Wasserschutzpolizei haben heute Montag die Drohne aus 20 Meter Tiefe bergen können.

Beim Flug über den Zürichsee abgestürzt: Die Postdrohne.

Beim Flug über den Zürichsee abgestürzt: Die Postdrohne. Bild: Stadtpolizei Zürich

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Die seit Freitag, 25. Januar 2019, vermisste Transportdrohne, konnte gestern Sonntag durch Taucher der Stadtpolizei lokalisiert werden, schreibt die Stadtpolizei Zürich heute in einer Mitteilung. Die Beamten fanden das Gerät im vermuteten Suchgebiet.

Bevor die Polizisten die Drohne aus dem See bergen konnte, mussten allerdings Spezialisten des Forensischen Instituts und der Betreiberfirma aufgeboten werden. Diese stellten sicher, dass die Drohne und die Flugdaten korrekt gesichert werden können, heisst es in der Mitteilung weiter.

Fallschirm daneben gelegen

Heute Morgen erfolgte schliesslich die Bergung. Zwei Taucher der Wasserschutzpolizei konnten die Drohne in rund 20 Meter Tiefe mit einer geeigneten Vorrichtung bergen und heben. Neben der Drohne lag ein mit dem Gerät verbundener geöffneter Fallschirm.

Spezialisten des Forensischen Instituts und der Betreiberfirma klären nun die Ursachen des Absturzes ab. Die Ergebnisse der polizeilichen Abklärungen werden den zuständigen Stellen zugestellt.

Tests vorerst unterbrochen

Die Drohne der Post war am Freitag auf dem Weg vom Spital Hirslanden im Park ins Zentrallabor an der Forchstrasse. Sie transportierte «nicht relevante Blutproben», also bereits analysierte Blutproben, bei denen nun im Rahmen der aktuell laufenden Testphase kontrolliert wird, ob sie sich nach dem Transport auf dem Luftweg verändern.

Bereits am Freitag teilte die Post mit, dass keine weiteren Drohnenflüge am Universitätsspital Zürich und für das Spital in Lugano durchgeführt werden, bis die Absturzursache geklärt ist. Diesen Entscheid bekräftigte das Unternehmen heute Montag noch einmal. Man sei erleichtert, dass die Drohne im vermuteten Suchgebiet über dem See in der Nähe der Landi-Wiese gefunden und geborgen wurde, heisst es in einer Mitteilung. Und weiter: «Für die Post steht die Sicherheit an oberster Stelle, deshalb bleiben die übrigen Drohnen am Boden, bis die Unfallursache geklärt ist.» Bisher hätten die Postdrohnen gemäss Angaben der Post in Lugano, Bern und Zürich über 3000 Flüge erfolgreich absolviert. (sip)

Erstellt: 28.01.2019, 11:01 Uhr

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