Zum Hauptinhalt springen

Polizei soll gesamtes Kasernenareal räumen

Der Zürcher Gemeinderat will, dass sich die Polizei ganz vom Kasernenareal zurückzieht. Das Versprechen der Kantonsregierung müsse eingehalten werden.

Zeughäuser und Wiese werden für die Bevölkerung frei gegeben: Die beiden Kasernen bleiben aber in kantonaler Hand. (Bild: Dominique Meienberg)
Zeughäuser und Wiese werden für die Bevölkerung frei gegeben: Die beiden Kasernen bleiben aber in kantonaler Hand. (Bild: Dominique Meienberg)

Das gesamte Kasernenareal soll der Stadtzürcher Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden, wie dies der Kanton einst versprochen hat. Diese Forderung hat der Zürcher Gemeinderat am Mittwochabend unterstrichen, indem er ein Postulat der GLP mit 78 zu 42 Stimmen überwies.

Das zentrale Versprechen der Kantonsregierung vor der Volksabstimmung über das Polizei- und Justizzentrum (PJZ) müsse umgesetzt werden, sagten verschiedene Ratsmitglieder. Dafür habe der Stadtrat sich bei der Regierung einzusetzen. Damals wurde versichert, die gesamte Polizei ziehe ins PJZ, das ganze Kasernenareal werde für die Stadtzürcher Bevölkerung frei.

Die GLP hatte eine Anpassung der PJZ-Bauplanung gefordert, so dass die Polizei dorthin ziehen könne. Aufgrund einer Textänderung auf Antrag der SP forderte das Postulat schliesslich explizit den Auszug der polizeilichen Nutzungen, ohne festzuhalten, die Polizei habe tatsächlich ins PJZ zu ziehen. Daraufhin votierten die zuvor positiv gestimmten SVP und FDP gegen die Überweisung.

PJZ schon vor dem Bau zu klein

Letzte Woche hatten Stadt- und Kantonsregierung die Pläne für das Kasernenareal vorgestellt. Zeughäuser und Wiese werden demnach wie vorgesehen für Bevölkerung, Kleingewerbe und Kultureinrichtungen frei gegeben.

Die beiden Kasernen bleiben aber in kantonaler Hand: In der ehemaligen Militärkaserne wird die Erwachsenenbildung untergebracht, und in der Polizeikaserne bleibt ein Teil der Polizei - weil das PJZ schon vor dem Bau zu klein ist.

Hochbauvorsteher André Odermatt sagte, der Stadtrat sei sich bewusst, dass es politische Versprechen seitens des Kantons gebe. Er betonte, der Stadtrat habe gegenüber dem Kanton die Haltung der Stadt «klar übermittelt» und die Gespräche gingen weiter. Ein FDP-Sprecher kündigte Vorstösse im Kantonsrat an.

SDA/ldc

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch