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«Polizeistunde wieder einführen»

Das neue Freizeitverhalten führt zu einer Zunahme der Gewaltdelikte, sagt der Strafrechtler Martin Killias. Sein Rezept: den Ausgang der Jungen beschränken.

Herr Killias, wie wirkt sich der 24-Stunden-Betrieb in der Stadt Zürich auf die Anzahl der Gewalt-delikte aus?Gewaltdelikte haben, auch seitens jugendlicher Täter, seit 1995 stark zugenommen. Wir können in einer kürzlich veröffentlichten Studie aufzeigen, dass das sehr viel mit der Veränderung des Freizeitverhaltens zu tun hat. Und das stimmt mich vorsichtig optimistisch.

Optimistisch? Wie das?Es ist viel einfacher, die Umstände und äusseren Strukturen zu verändern als die Menschen. Zurzeit setzt die offizielle Politik auf Anti-Gewalt-Training an Schulen und ähnliche auf die Persönlichkeit der Menschen wirkende Methoden, von denen aber niemand so genau weiss, ob und wie sie sich auswirken. Da wäre es doch viel einfacher, beispielsweise die Polizeistunde wieder einzuführen.

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